
DI Peter M. Hofer (li. vorne), Gesellschafter und Team mediamid digital services GmbH
Die Firma mediamid, ein Wiener Software-Unternehmen, spezialisiert auf Media Asset Management, hat die Medien-datenbank der Kindernothilfe programmiert. Zu Weihnachten 2008 wurde von den Gesellschaftern DI Alexander Gurschler, Edgar Zwischenbrugger und DI Peter Hofer für jeden angestellten Mitarbeiter eine Patenschaft der Kindernothilfe übernommen.
Die Beweggründe dafür seien relativ einfach, erklärt Hofer: „mediamid wurde im Juli 2003 gegründet, nach den ersten 100 Tagen haben wir eine kleine Einweihungsfeier veranstaltet und im Rahmen dessen bereits beschlossen, dass wir unseren Erfolg teilen wollen". Zuerst wurde jedes Jahr eine Weihnachtsaktion mit verschiedenen NGO gestartet. Eine Patenschaft zu übernehmen sei jedoch damals schon eine Idee gewesen und „im Rahmen dessen, wie effizient die Kindernothilfe arbeitet, war es sehr naheliegend für mediamid hier Patenschaften zu übernehmen", so Hofer. „Auch die Unternehmenskultur innerhalb der Kindernothilfe hat eine Zusammenarbeit für uns sehr angenehm gemacht - hier könnten sich viele Unternehmen noch etwas abschauen", ist Hofer überzeugt.
„Die Resonanz der Mitarbeiter war durchgehend positiv, die Kollegen konnten sich aussuchen, ob sie eine Patenschaft mit oder ohne Briefkontakt wünschen. Ein Mitarbeiter wählte die Patenschaft mit Briefkontakt, damit sein eigenes Kind Kontakt mit einem Patenkind in ähnlichem Alter haben konnte."
Hofer betont: „Auch in wirtschaftlich schweren Zeiten, womit ja derzeit fast alle Unternehmen zu kämpfen haben, wollen wir gerade im sozialen Bereich nicht sparen." Es sei wichtig als Unternehmer philanthropisch veranlagt zu sein und einen Teil des Erfolges auch über soziale Projekte zurückzugeben. Auf die Frage welche Rolle IT-Unternehmen bezogen auf welt-weite Themen einnehmen, ist Hofer überzeugt, dass sie vor allem als Kommunikationswerkzeug für die Berichterstattung dienen. Als aktuelles Beispiel nennt er die jüngsten politischen Entwicklungen im Iran: „Durch die weltweite Vernetzung können wir mittlerweile sehr kurzfristig Informationen aus einem Land erhalten das weit weg ist - selbst wenn die Kommunikation nach außen eigentlich abgeschnitten wurde". Diese tragende Rolle sei der IT-Branche allerdings oft nicht bewusst, so Hofer.
„Wenn es um Hilfeleistung geht, so ist es wie bei allen Dingen im Leben - je nachdem, wie wichtig einem etwas ist, kann man mehr oder weniger dafür tun, und je nachdem, wovon man mehr hat, davon kann man auch mehr geben", ist Hofer überzeugt und meint abschließend: „Der Punkt ist - wir als Unternehmen haben wenig Zeit und können dafür ein bisschen Geld geben, jemand anders hat vielleicht mehr Zeit und verfügt über ein weniger großes Einkommen, kann also seine Zeit einbringen - tun kann jeder etwas."
Text: Katharina Korinek