Viele Menschen in Haiti stehen vor dem Nichts. Quelle: Kindernothilfepartner

Haiti nach „Matthew“: 1,4 Millionen Menschen stehen vor dem Nichts

Am 4. Oktober zog Hurrikan "Matthew" mit mehr als 220 km/h über Haiti hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Besonders schlimm betroffen ist der Südwesten Haitis.

Viele Menschen hatten sich nach dem schweren Erdbeben 2010 und Hurrikan „Sandy“ 2012 ihr Leben endlich neu aufgebaut - nun stehen sie wieder vor dem Nichts. „Die Ernten der Menschen sind ebenso zerstört, wie die Häuser und Fischerboote“, berichtet Kindernothilfe-Mitarbeiter Jürgen Schübelin, der soeben aus Haiti zurückgekehrt ist. Frisches Wasser und Nahrungsmittel fehlen, viele der Kinder sind schwer traumatisiert.

Mit 1,4 Millionen Betroffenen sei das Ausmaß der Katastrophe vergleichbar mit dem Erdbeben 2010. „Die Starkregen lassen kaum nach. Im Süden stehen fast keine Bäume und Bananenstauden mehr. In den Küstenregionen im Nordwesten sind die wichtigen Salinen komplett überflutet. Es ist wirklich herzzerreißend!“ Anders als vor sechs Jahren spielen sich jedoch die schlimmsten Tragödien ganz im Süden und Nordwesten, fernab von jeder Öffentlichkeit, ab. „Dabei ist rasche Hilfe jetzt so wichtig“, betont Schübelin. Die größte Zerstörung herrscht in den ländlichen Regionen und trifft, wie so oft, besonders die ärmsten Familien – und die körperlich schwächeren Kinder. Die Angst vor Cholera ist weiterhin sehr begründet, da es an sauberem Trinkwasser mangelt.

Die Kindernothilfe hat die Katastrophenhilfe auf 150.000 Euro erhöht und errichtet Kinderschutzzentren, liefert Nahrungsmittel und Material und beteiligt sich am Wiederaufbau. In den Schutzzentren werden die Kinder von Sozialarbeitern und Psychologen betreut und können so die traumatischen Erlebnisse verarbeiten.

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Haiti: Matthew und die vergessenen Orte

In jeder Katastrophe gibt es sie: Die vergessenen Orte. Coridon im Norden des Landes ist so ein Ort. 80 Prozent der Menschen hier leben von der Salzerzeugung. Ihre Salinen, ihre Boote, ihre Häuser - alles wurde zerstört. Die Kindernothilfe ist nun vor Ort - und hilft.

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