Ein Beitrag von Hans-Jörg Hansely

Gertraud Hansely mit Patenkindern
Foto: Hans-Jörg Hansely
26 Patenkinder, schon sieben Besuche vor Ort: Gertraud und Hans-Jörg Hansely aus Wien besuchen einmal im Jahr zwei Projekte, die die Kindernothilfe Österreich in Südindien unterstützt. Gemeinsam mit Freunden fördert Familie Hansely Kinder in Gnanapoo Illam/Porayar im TELC Home for Children und in Tarangambadi/Tranquebar im Shalom Day Care.
Von ihrer über siebenwöchigen Reise im Frühjahr 2006 sind die beiden Paten mit sehr vielen Eindrücken zurückgekehrt. Herr Hansely hat uns seine Erlebnisse geschildert:
„Angekommen in Indien taucht man in eine fremde Kultur und ganz andere Welt ein. Auch nach unserer siebenten Reise nehmen wir viele neue Eindrücke mit nach Hause. Unser zweimonatiger Aufenthalt in Indien war sehr schön und erlebnisreich, aber auch anstrengend. Anstrengend deshalb, weil im TELC Home for Children mehr als 340 Mädchen und im Shalom Day Care Centre über 300 Mädchen und Buben betreut werden. Wir wollten uns nicht nur mit "unseren" Patenkindern beschäftigen, sondern allen das Gefühl geben, dass wir sie besuchen.
Es fällt uns leicht den Kindern Freude zu bereiten. Jedes von ihnen möchte gerne Zeit mit uns verbringen und erzählt uns Geschichten, Gedichte oder singt uns etwas vor. Auch wenn wir nur wenig Tamil verstehen, hören wir den Mädchen und Buben geduldig zu, da sie die Aufmerksamkeit ganz besonders genießen. Der schönste Dank sind für mich die strahlenden Kinderaugen.
Bei unserem Besuch im vergangenen Jahr haben wir die verheerenden Auswirkungen des Tsunami mit eigenen Augen gesehen. Heute sind wir von der geleisteten Betreuungsarbeit beeindruckt. Die Arbeiten zum Wiederaufbau und zum Schutz der Einrichtungen vor einer erneuten Überflutung schreiten fort. In Gnanapoo Illam hat der Bau einer Mehrzweckhalle mit Toiletten und Waschgelegenheiten begonnen. Das Shalom Day Care Centre, das vom Tsunami schwer beschädigt wurde, erhält eine Schutzmauer, die nun schon fast fertig ist. Weitere notwendige Gebäude werden danach errichtet.
Das Trauma, das durch die Flutwellen an Weihnachten 2004 ausgelöst wurde, haben die meisten Kinder weitgehend verarbeitet - dank der aufopfernde Arbeit der Leiterin Kumuthavalli und ihres Teams. Wir haben fröhliche, glückliche Kinder getroffen, hatten sehr viel Freude mit ihnen bei Spiel, Tanz und Gesang und vielen Gesprächen.