Regelmäßiges Händewaschen: Ein wichtiger Bestandteil, um die Verbreitung von Cholera einzudämmen. Foto: KNH„In den 17 Kinderzentren, die wir nach dem Beben in Zeltlagern und dicht besiedelten Stadtvierteln in und um Port-au-Prince errichtet haben, sind bislang noch keine Cholera-Fälle gemeldet", berichtet Alinx Jean-Baptiste, Landesdirektor der Kindernothilfe Haiti. Eine Verbreitung sei aber zu befürchten. „Das Wichtigste ist jetzt, die Hygiene-Standards zu erhöhen." Zum Beispiel müssten Hände regelmäßig gewaschen und Toiletten-Bereiche besonders gereinigt werden. „Und vor allem muss darauf geachtet werden, dass die Menschen sauberes Trinkwasser bekommen", so Jean-Baptiste, denn die Cholera sei auf die Nutzung von verunreinigtem Wasser zurückzuführen. „Durch anhaltende Regenfälle und mangelnde Hygienemaßnahmen wurde ein Fluss in der betroffenen Region verseucht - die Menschen haben aber weiterhin daraus getrunken."
In Haiti betreut die Kindernothilfe neun Monate nach dem Erdbeben rund 14.000 Mädchen und Buben in Kinderzentren. Das sind kindgerechte Schutzräume, in denen sie spielen können, Essen und Unterricht bekommen sowie medizinisch und psychosozial betreut werden.
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Gottfried Mernyi