
Existenz in Schutt und Asche. Foto: Kindernothilfe/Christian Jung
(Padang/ Duisburg/Wien, 5.10.) Die Kindernothilfe-Partner in Sumatra haben mit der Verteilung von Planen, Lebensmitteln und Wasser begonnen. Die Nothilfe konzentriert sich auf die nördlich der Stadt Padang gelegenen Distrikte Padang Parianam und Lingkung. Nach Informationen des Nothilfe-Koordinators Christian Jung auf Sumatra ist die Zerstörung von Wohnhäusern in den Dörfern dort besonders groß.
"80 bis 90 Prozent der Wohnhäuser in einigen Dörfern sind zusammengefallen oder von Erdrutschen stark beschädigt. Gemessen an diesem Ausmaß ist die Anzahl der Toten oder Verschütteten in den ländlichen Provinzen nach unseren Informationen gering. Das Hauptproblem hier: Die Überlebenden brauchen jetzt dringend Nahrung und ein Dach über dem Kopf, da es zweimal am Tag stark regnet", so Christian Jung am Telefon.
Erste Sekundärkrankheiten wie Atemwegs- und Hauterkrankungen werden jetzt von offiziellen Stellen gemeldet, ein Anstieg von Malaria wird befürchtet.
"Unsere Partner hier vor Ort werden in den kommenden Tagen Moskito-Netze verteilen, um diese Gefahr zu bannen, außerdem Reis, Schlafmatten, Planen gegen den Regen und Baumaterialien," so Jung.
Viele Familien sind bereits dazu übergegangen, sich aus den Resten des alten Hauses ein neues aufzubauen. Dabei können sie jetzt durch Werkzeug und Baumaterialien sinnvoll unterstützt werden. Für die Kinder sind gerade in dieser noch chaotischen Übergangsphase psychosoziale Angebote wie Spiel und Übergangs-Schulen wesentlich. Die Eltern, aber auch Lehrer und andere Bezugspersonen haben momentan alle Hände voll mit der Bewältigung der Katastrophe zu tun. Die Kindernothilfe wird daher schnell temporäre Kinderzentren aufbauen.
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Gottfried Mernyi
Kindernothilfe Österreich - Kommunikation
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Gottfried Mernyi