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Afrika

Aidswaisen eine bessere Zukunft schenken

In Masaka im Süden Ugandas ist nahezu jede Familie von HIV/Aids betroffen. Rund 3.000 Kinder haben bereits ihre Eltern verloren. Zurück bleiben bestenfalls die Großeltern, die oft für mehr als 10 Enkelkinder sorgen müssen. Zu viele Kinder bleiben ganz auf sich allein gestellt. Sie hungern, sind schutzlos und haben niemanden, der ihre Ängste und Sorgen versteht. (Projekt 66045)

Kinder leiden besonders Uganda, Afrika 2006Aidswaisen bleiben ohne Eltern in bitterster Armut zurück.
Patenschaft

Safina hat Hunger, großen Hunger. Aber das 12-jährige Mädchen weiß, sie muss zufrieden sein. Es gibt einfach nicht mehr als eine Schale Brei am Tag. Was ihr aber Kraft gibt, ist die Hoffnung, dass es bald besser wird.

Safina stellt keine großen Ansprüche. Sie ist schon froh, dass sie gemeinsam mit ihren drei Schwestern bei ihrer Tante leben kann. Denn die Eltern sind an den Folgen von HIV/Aids gestorben. Jetzt kümmert sich ihre Tante rührend um die Waisenmädchen - hier im Süden Ugandas. Aber bei sechs eigenen Kindern reicht das Geld kaum, um alle durchzubringen.

Das Schicksal von Safina und ihren Geschwistern trifft in dieser Region viele - 3.000 Halb- und Vollwaisen leben hier. Es gibt zu wenig Nahrung, kaum sauberes Trinkwasser und keine ausreichende medizinische Versorgung. Kinder sterben häufig an Krankheiten, die einfach zu behandeln wären. Eine Grippe kann hier tödlich sein. Auch Geburten sind für die Mütter sehr gefährlich. Viele Frauen sterben, weil sie bei Komplikationen nicht versorgt werden können.

Uganda, Afrika 2006Gesunde Ernährung ist wichtig. Foto: Kindernothilfe/Rest Ausreichend ernährte Kinder sind gesünder
Ziel ist es, den Menschen in Masaka ein besseres Leben zu ermöglichen. Damit alle Kinder und Familien mit ausreichend Lebensmitteln versorgt werden können, werden die landwirtschaftliche Produktion erhöht und die Lagerungsmöglichkeiten verbessert. Lebensmittel können dadurch länger gelagert werden. Die Kinder bekommen das ganze Jahr eine ausgewogene Ernährung und sind weniger anfällig für Krankheiten.

Durch Informationsveranstaltungen und Workshops vermitteln die Mitarbeiter des Kindernothilfe-Projekts, wie wichtig Hygiene, medizinische Versorgung und Behandlung sowie gesunde Ernährung sind. Dadurch wird versucht, die Verbreitung von Krankheiten zu reduzieren. In den Schulen wird den Kindern erklärt, wie sie sich vor Krankheiten schützen können. Pflegemöglichkeiten für von HIV-positive Menschen sind dabei ebenfalls Bestandteil des Unterrichts.

Kinder haben Rechte
Im Rahmen des Projekts werden die Kinder über ihre Rechte informiert. An Schulen gründen sie mit Hilfe der Projektmitarbeiter Kinderrechte-Clubs, in denen sie über ihre Rechte diskutieren können. Sie lernen, welche Rechte sie haben, und dass ihnen diese zustehen. Unterdrückung und Ausbeutung der Kinder sollen dadurch reduziert werden. In den Clubs veranstalten die Kinder selbst Tanz-, Musik- und Theaterveranstaltungen. Ihr Selbstbewusstsein wird dadurch gestärkt.

Besseres Leben schenken
Eltern müssen häufig viele Kinder versorgen. Die geringe Anzahl an Arbeitsplätzen in der Region und die schlechte Bezahlung der Jobs machen das jedoch häufig sehr schwer. Um das Einkommen der Familien zu erhöhen werden besonders Frauen gefördert. Sie werden bei der Gründung von Kleinbetrieben unterstützt und können kleine Kredite in Anspruch nehmen. Das Geld für die Kredite sparen sie gemeinsam in Gruppen. Jede Woche werden ein paar Cent einbezahlt und bei Bedarf als Kredit vergeben, um beispielsweise einen kleinen Verkaufsstand zu erwerben. Damit können die Frauen ihr eigenes Geld verdienen und ihren Kindern eine bessere Zukunft schenken.

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