
Ein steiniger Weg für Alberta. Foto: Kindernothilfe/Engel
Kinder wie Alberta leiden hier in der Region Tacobamba im kargen Südwesten Boliviens von klein auf bittere Not. Kindernothilfe sorgt für 650 Familien in sieben Dörfern für ausreichende Ernährung, Ausbildung, medizinische Versorgung und hilft den Familien, ihre Wohnsituation zu verbessern (Projekt 90041).
Auf engstem Raum
Auf rund 4.000m Höhe leben 650 Familien mit ihren Kindern. Winzige, teilweise verfallene Lehmhütten prägen das Bild der sieben Dörfer. Auf engstem Raum kochen, wohnen und schlafen die Eltern mit ihren drei bis vier Kindern. In dieser abgelegenen Region gibt es keinen Strom und nur wenig sauberes Trinkwasser.

Bergdorf auf nahezu 4.000m Höhe in den Anden. Foto: Kindernothilfe/Schübelin
Täglicher Überlebenskampf
Die Familien leben von der Landwirtschaft: unter großem körperlichem Einsatz erwirtschaften sie Getreide und Kartoffeln. Aber die Böden sind ausgelaugt, die Bewässerung ist schwierig. Nur selten reicht die Ernte aus, um die Kinder satt zu machen. Mädchen wie Alberta haben kaum Chancen auf eine Ausbildung, die ihnen später eine bessere Zukunft ermöglichen würde.
Räumen wir gemeinsam die Steine aus dem Weg!
Das Gemeinwesenprojekt der Kindernothilfe umfasst die Gemeinden Rodeo sowie die sechs umliegenden Gemeinden Yahuacarí, Ckocha, Potosillo, Quebrada, Sabilico und Potobamba.
Aller guten Dinge sind vier:
1. Ausreichende Ernährung
700 Kinder aus den ärmsten Familien erhalten täglich eine stärkende warme Mahlzeit. In sieben Schulen werden Bäckereien eingerichtet sowie 400 Gewächshäuser gebaut.

Täglich eine warme Mahlzeit. Foto: Kindernothilfe/Schübelin
2. Medizinische Versorgung
In den Dörfern sind einfache Gesundheitszentren geplant, wo die Kinder kostenlos untersucht und geimpft werden. Diese Zentren werden mit den wichtigsten Medikamenten ausgestattet.
3. Verbesserung der Wohnsituation
Die verfallenen Hütten werden renoviert. An jedes Lehmhäuschen wird eine kleine Küche mit einem sparsamen Holzofen angebaut. Gekauft wird nur, was unbedingt nötig ist. Die Arbeiten werden von den Familien selbst durchgeführt.
4. Ausbildung und Sicherung der Lebensgrundlage
Um die Erträge der Felder zu erhöhen, lernen die Eltern neue Anbaumethoden. Hochwertigeres Saatgut und verbesserte Bewässerungssysteme helfen die Erträge zu steigern und sichern zukünftig ausreichende Ernährung. In Alphabetisierungskursen lernen die Frauen Lesen und Schreiben, in Workshops stellen sie Kunsthandwerk her, das sie später auf Märkten verkaufen können. Bei Workshops werden den Frauen auch Bau- und Reparaturarbeiten beigebracht, um bei der Renovierung der Hütten mit helfen zu können.
Eine Zukunft ohne Armut für Bergbauernkinder in Bolivien!
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