
Seit dem Hurrikan "Stan" wohnt José in einer Lehmhütte ohne festen Boden. Foto: Kindernothilfe/Burmann
Guatemala ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas. Mehr als die Hälfte der ländlichen Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Viele leiden an Mangel- und Unterernährung und haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vor allem die größte Bevölkerungsgruppe des Landes, die „Indígenas" in den Bergdörfern im Nordwesten des Landes, leidet unter der Armut und Ausgrenzung. Die Situation der Familien hat sich durch den Hurrikan "Stan" im Jahr 2005 noch zusätzlich verschärft (Projekt 80029).
Der kleine José lebt im Bergdörfchen Cuá im Bezirk Tacaná auf 1.425 Metern Seehöhe. Hurrikan „Stan" hat im Oktober 2005 den größten Teil seines Dorfes unter einer Mure verschüttet: 562 Häuser, zwei Kirchen und eine Schule wurden mitgerissen, das gesamte Elektrizitätsnetz, alle Wasserleitungen und die landwirtschaftlichen Nutzgebiete wurden zerstört. Trotz großer Anstrengungen haben sich die Familien nicht wieder erholt! José wohnt mit seiner Familie in einer kleinen Lehmhütte ohne festen Boden.

Karge Mahlzeiten: Denn die kleinen Felder werden immer weniger Ernte ab. Foto: Kindernothilfe/Engel
Ohne Hilfe: chancenlos und hungrig!
Die 198 Familien im Dorf Cuá leben von kargen Mahlzeiten aus Mais und Bohnen. Die Ernte auf den kleinen Feldern wird Jahr für Jahr weniger, weil die Böden ausgelaugt sind. Arbeit ist kaum zu finden. Mangel an sauberem Trinkwasser führt zu Magen- und Darmerkrankungen, unter denen vor allem die Kinder leiden. Noch dazu werden die Familien aus der indigenen Bevölkerung nach wie vor benachteiligt. Sie haben keine Chance auf Ausbildung: 70 Prozent können weder lesen noch schreiben.
So schenken Sie Hoffnung
Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation AGROS und der lokalen Bevölkerung arbeiten wir am Aufbau einer nachhaltigen dörflichen Organisationsstruktur unter Berücksichtigung der Kinderrechte.
Verbesserung der Dorfstrukturen
Ein Wasserleitungssystem wird aufgebaut, damit die Familien sauberes Trinkwasser bekommen und sich die hygienischen Bedingungen im Dorf verbessern. Wege und Brücken in und zum Dorf werden ausgebessert. In Schulungen erfahren die Eltern, wie sie den Ertrag am eigenen Feld verbessern und so die Ernährung ihrer Kinder sichern können.
Gemeinschaft stärken
Wir bilden Selbsthilfegruppen, die ihre Erzeugnisse am Markt verkaufen und für kleine Investitionen - wie Saatgut, Tiere, Körbe - sparen. So unterstützt man sich gegenseitig und jeder lernt aus den Erfahrungen der anderen. Im Gewächshaus pflegt man gemeinsam die kleinen Setzlinge und koordiniert die Zucht der Nutztiere - wie Hühner, Hasen, Schweine und Ziegen.
Jeder leistet seinen Beitrag.
Jugendliche setzen sich für die Umwelt ein und übernehmen kleine Aufgaben in der Gemeinschaft. Frauen lernen die Felder besser zu bewirtschaften und ihre Produkte zu vermarkten. Gemeinsam setzen sich die Familien für den Bau einer neuen Schule ein. Die Kinder bekommen Lern- und Schulmaterial und auch für die Erwachsenen, insbesondere für Frauen, werden Alphabetisierungsprogramme angeboten.
Erleben auch Sie, wie viel Freude und Hoffnung Sie schenken können -
und was Sie selbst dabei fühlen. Werden Sie Pate!