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Afrika

Ein Ausweg aus dem Elend

-Kinder leiden an Hunger und Krankheiten. Foto: Kindernothilfe/Pfahler

Zwei Drittel der Bevölkerung Swasilands leben in bitterster Armut. Kinder leiden besonders. Ihr Magen knurrt den ganzen Tag, weil sie nicht genug zu essen haben. Statt in die Schule zu gehen, müssen sie arbeiten, damit sie und ihre Familien überleben können. Sauberes Trinkwasser oder medizinische Versorgung gibt es nicht. Die Kindernothilfe verbessert die Lebenssituation dieser Kinder und Familien. (Projekt 74701/AA/12)

Menschen leben in großer Armut
In den weit voneinander entfernten Gehöften im Süden Swasilands gibt es weder ausreichend zu essen noch sauberes Trinkwasser. Viele Menschen sind stark unterernährt. Außerdem leiden sie an Infektionskrankheiten, zahlreiche von ihnen sind HIV-positiv. Die gesunde Entwicklung der Schwächsten der Gesellschaft - der Kinder - ist aufgrund ihrer Unterernährung gefährdet. Sie leiden an Hunger und ihre Körper sind zu schwach, um sich gegen Krankheiten zu wehren.

Hinzu kommt, dass viele Kinder in den südlichen Regionen Swasilands noch nicht einmal die Grundschule abschließen können. Ihre Eltern, die mit weniger als einem Euro am Tag ums Überleben kämpfen, haben nicht genug Geld, um Bücher, Hefte und eine Schuluniform zu kaufen. Sie sind vielmehr auf die Hilfe ihrer Kinder angewiesen. Viele Kinder müssen arbeiten, um zur Versorgung der Familie beizutragen. Auch über 70.000 Aidswaisen müssen nach dem Tod ihrer Eltern auf diese Art ihre kleinen Geschwister versorgen. Die Zahl der Aidswaisen im Land dramatisch. Über 25 Prozent der 15- bis 19-jährigen schwangeren Mädchen sind HIV-positiv.

Hilfe zur Selbsthilfe
Zusammen mit der christlichen Organisation African Cooperation Action Trust (ACAT) verbessert die Kindernothilfe Österreich die Lebensumstände von Aidswaisen und besonders Bedürftigen. Eine langfristige Verbesserung der Lebensumstände ist aber nur möglich, wenn die Dorfbewohner befähigt werden, sich in der Gemeinschaft selbst zu organisieren und finanziell und organisatorisch unabhängig zu werden.

In Seminaren bekommen die Familien Tipps, wie sie ihre Felder am besten anbauen. Ihr hier erworbenes Wissen können sie direkt umsetzen und dadurch ausreichend Gemüse und Getreide ernten. Ihnen wird auch vermittelt, wie sie sich in Gruppen organisieren und sorgsam Geld verwalten. 

Gemeinsam für eine bessere Zukunft
Die Bewohner schließen sich zu Gruppen zusammen, in denen jeder einen kleinen Beitrag auf ein gemeinsames Konto einzahlt. Gruppenmitglieder können auf Bitten einen Kleinkredit erhalten, wenn sie ihn z. B. für die Eröffnung eines kleinen Ladens benötigen. In Raten und nur mit geringen Zinsen muss der Kredit später zurückgezahlt werden. Ärmere Dorfbewohner, die nicht genug Geld haben, um zu sparen, organisieren sich häufig zu dritt, in so genannten Groups of 3 (G3). Der Kredit wird ihnen in diesen Gruppen zinslos zur Verfügung gestellt.

-Die Ernte aus den Gemüsegärten trägt zur gesunden Ernährung der Familien bei. Foto: Kindernothilfe/Pfahler

Die Dorfbewohner legen Gemüsegärten an. Somit können sie ihre Kinder und Familien mit Nahrungsmitteln eigenständig versorgen. Den Rest verkaufen sie und verdienen noch ein wenig dazu. Die Ernte hilft den Menschen, sich gesünder und regelmäßiger zu ernähren. Ziel ist es, in den nächsten Jahren über 3.000 Menschen mit dem ökologischen Anbau von Gemüsegärten vertraut zu machen.

Der Kampf gegen Aids ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. Freiwillige reisen durch die einzelnen Dörfer und klären über die Krankheit auf. In Schulungen des Kindernothilfe-Partners vor Ort lernen die Teilnehmer, wie sie sich selbst vor HIV schützen sowie Erkrankte und Angehörige von Aids-Erkrankten betreuen können.

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