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Asien

Diskriminierung trifft Kinder besonders hart

Foto: Christine TaylorDaya hofft auf eine bessere Zukunft. Foto: Kindernothilfe/Taylor

In der Region Kutch, im Westen Indiens, leben die Ärmsten der Armen - die Kolivas. Sie werden von der Gesellschaft verstoßen und diskriminiert. Sie haben dadurch keinen Zugang zu geregelter Arbeit, Gesundheitsversorgung und Bildung. Sauberes Wasser und Nahrung sind knapp. Die Kindernothilfe Österreich hilft den Menschen in Kutch, ihr Leben zu verbessern. (Projekt 22358)

Hunger und Elend bekämpfen
Daya ist sieben Jahre alt - und lebt. In der Region Kutch ist das für ein Mädchen wie sie nicht selbstverständlich. Hier sterben sieben von zehn Kindern schon vor dem sechsten Lebensjahr. Und in der Mehrzahl trifft es Mädchen, weil sie am wenigsten Beachtung finden. Für Kinder wie Daya ist Hilfe dringend notwendig. Ihre Väter kämpfen als Tagelöhner um das Überleben der Familien und die Mütter haben ohne Ausbildung kaum Chancen auf ein Einkommen. Da die Kolivas von der restlichen Bevölkerung diskriminiert und verstoßen werden, haben sie keinen Zugang zur lebensnotwendigen Infrastruktur wie Trinkwasseranschluss, Strom oder ärztliche Versorgung. Erschwert wird die Situation durch den hohen Salzgehalt im Boden. Es wachsen nicht genug Gemüse und Getreide, um die Kinder zu ernähren.

50163_270x310_911x1049_6x192Auch die Einbeziehung der Erwachsenen ist wichtig. Foto: Kindernothilfe/Klasen Im Projekt der Kindernothilfe Österreich erhalten die Kinder regelmäßig gesunde Mahlzeiten. Kinder wie Daya werden dadurch gestärkt und sind weniger anfällig für Krankheiten. Die Erwachsenen werden geschult und lernen wie sie ihre Kinder mit einfachen Mitteln in einer hygienischen und gesünderen Umgebung aufwachsen lassen können. Sauberes Trinkwasser wird durch den gemeinsamen Bau von Brunnen gesichert.

Mit eigener Kraft aus der Armut
Frauen sind in der Gesellschaft der Kolivas gegenüber den Männern stark benachteiligt. Etwa 85 Prozent der Frauen haben noch nie ihr Dorf verlassen. Die Frauen haben keinerlei Mitspracherecht und verdienen kein Geld. Sie bleiben zu Hause und sorgen für die Kinder. Sie haben weder eine Schule besucht noch einen Beruf erlernt. Deshalb werden in Selbsthilfegruppen des Projekts besonders die Mädchen und Frauen gefördert. Sie lernen, wie sie mit Handwerk oder Landwirtschaft ihr eigenes Geld verdienen können. Davon profitiert die ganze Familie. Den Mädchen und Frauen wird auch vermittelt, wie sie am besten Abfall kompostieren und den Dünger nutzen können. Dadurch werden die hygienische Situation und die Ernteerträge verbessert. Um ein neues Feld zu bestellen, wird den Familien Saatgut zur Verfügung gestellt. Zudem werden Frauen über ihre Rechte informiert und ihre Stellung in der Gemeinschaft der Kolivas verbessert.

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