Kindern Zukunft schenken!
Genug zu essen und die Schule besuchen zu können - das wünschen sich die Kinder im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Sie leben mit ihren Familien in bitterster Armut. Die meisten dieser Familien gehören der untersten Kaste an oder sind kastenlos. Dadurch haben sie kaum Rechte und zählen zu den Ärmsten in ihrer Region. Die Kindernothilfe setzt sich für die Verbesserung ihrer Lebensumstände ein und kümmert sich darum, dass die Kinder in die Schule gehen können. (Projekt 20377)
Die Kleinsten schützen
75 Prozent der Menschen im Süden von Andhra Pradesh leben unter der Armutsgrenze. Durch die Armut der Familien kommen die meisten Babys mit weniger als drei Kilogramm zu Welt. Um überleben zu können, benötigen sie besonders in den ersten paar Wochen ihres Lebens eine entsprechende Versorgung. Krankheiten wie Husten, Durchfall und Erkältungen sind weit verbreitet. Viele haben auch Probleme mit den Atemwegen und bekommen nicht genügend Luft. Ihre Eltern haben aber nicht genug Geld für eine entsprechende medizinische Versorgung. Im Zentrum des Projekts der Kindernothilfe erhalten schwangere Frauen, stillende Mütter und ihre Babys Hilfe. Sie bekommen regelmäßig warme Mahlzeiten und werden medizinisch versorgt.
Lernen zu dürfen ist für viele Kinder der größte Wunsch. Foto: Kindernothilfe/Großmann
Bildung gemeinsam verbessern
20 Prozent der Schulkinder zwischen fünf und 14 Jahren brechen den Schulbesuch ab. Nachhilfemöglichkeiten gibt es keine. Oft fehlen auch Lehrer, um die Schulkinder zu unterrichten. Gemeinsam mit den Bewohnern wird die Bildungssituation verbessert. Die Schulen werden ausgebaut und Einrichtungen für Klein- und Vorschulkinder errichtet. Die Kinder erhalten Bücher, Stifte, Hefte und die notwendige Schulkleidung. Wichtig ist auch die Einbeziehung der Eltern. Ihnen wird vermittelt, dass Bildung wichtig ist und sie ihre Kinder auf dem Bildungsweg unterstützen können.
Frauen fördern
In Frauenselbsthilfegruppen planen die Teilnehmerinnen den Aufbau von Spargruppen und die Vergabe von Krediten. Gemeinsam soll Geld gespart werden, das sich die Gruppenmitglieder ausleihen können, wenn sie es brauchen. Damit können sie beispielsweise einen kleinen Verkaufsstand erwerben und Obst, Gemüse oder Fleisch verkaufen. Die Einkommenssituation der Frauen verbessert sich dadurch und sie können ihre Kinder selbständig versorgen. Das ausgeliehene Geld wird von den Verkaufserlösen an die Gruppe zurück gezahlt.
Katharina Schabasser