Die Familien im indischen Porayar sind arm. Sie leben mit vielen Kindern in kleinen Hütten aus Lehm mit Strohdächern ohne Wasser- und Stromanschluss oder Toiletten. Sie kochen, essen und schlafen in einem Raum. Durch die schlechten hygienischen Bedingungen sind Krankheiten weit verbreitet. Mädchen leiden hier besonders, da sie neben den schlechten Lebensbedingungen auch noch am wenigsten Beachtung finden. Die Mädchen werden deshalb im Projekt der Kindernothilfe Österreich besonders gefördert. (Projekt 20911)

Indische Mädchen stärken!
Vernachlässigte Mädchen stärken
Der Alltag der Familien in Porayar wird von der Armut bestimmt. Die Eltern sind meist Tagelöhner und verdienen schlecht. Die Arbeit auf den Feldern der Großgrundbesitzer ist hart und für eine fürsorgliche Erziehung der Kinder bleibt keine Zeit. Für Mädchen ist das Leben besonders hart. Sie gelten als weniger wert und werden wenig beachtet. Im Mädchenwohnheim der Kindernothilfe Österreich kümmern sich ausgebildete Mitarbeiterinnen und Erzieherinnen um benachteiligte Mädchen.
Vorbereitung auf ein selbstbestimmtes Leben
Die Mädchen lernen dort, wie sie einen Gemüsegarten anlegen und bewirtschaften oder wie Gemüse und Obst eingelegt und dadurch länger haltbar gemacht werden können. In hand- und kunsthandwerklichen Kursen werden sie auf eine geeignete, ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechende Berufsausbildung vorbereitet. Sie lernen, selbst zu erkennen, was sie aus eigener Kraft an ihrer Lebenssituation verbessern können.
Auch an gemeinsamen Freizeitaktivitäten können die Mädchen teilnehmen. Dort lernen die Mädchen einander besser kennen und können ihre Erfahrungen austauschen. Zudem wird durch die gemeinsamen Aktivitäten ihr Selbstwertgefühl gestärkt.

Gemeinsam lernen die Mädchen und helfen einander. Foto: Kindernothilfe
Hilfe beim Lernen
Wer unterernährt ist und dauernd Hunger hat, kann sich schlechter konzentrieren. Ausgewogene Ernährung und medizinische Betreuung tragen zur gesunden körperlichen Entwicklung bei. Im Mädchenwohnheim wird deshalb darauf geachtet, dass sich die Kinder gesund ernähren.
Die wissensdurstigen Mädchen können Förderunterricht in Anspruch nehmen und bekommen auch Hilfe bei Hausaufgaben. Mit einem erfolgreichen Schulabschluss haben sie bessere Chancen auf eine Arbeitsstelle und werden sich als erwachsene Frauen selbständig versorgen können.