Genug um ihre Familien zu ernähren, verdienen sie nicht. Dennoch müssen die Väter im indischen Tranquebar jede Nacht versuchen einen guten Fang zu machen. Ihre Kinder müssen sehr früh beginnen zum Familieneinkommen beizutragen. Sie gehen entweder ebenfalls fischen oder versuchen als Tagelöhner etwas Geld zu verdienen. Sie brechen die Schule ab und haben wenig Chancen der Armut zu entkommen. Im Projektzentrum der Kindernothilfe bekommen die Kinder regelmäßige Mahlzeiten und werden im Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichtet. (Projekt 20920)

Kindern Zukunft schenken!
Fürsorge und Erziehung kommen zu kurz
In den kleinen traditionellen Booten ist es sehr gefährlich. Dennoch müssen die Familienväter und Kinder jede Nacht aufs Meer fahren, in der Hoffnung auf einen guten Fang. Doch meist reicht es nicht, um die Familie satt zu bekommen. Andere Arbeitsplätze gibt es kaum. Da Tranquebar in einem Trockengebiet liegt, ist es nicht möglich, genug eigenes Gemüse anzubauen, um sich eine ausgewogene Ernährung zu sichern. Die Mütter versuchen deshalb, auf den Märkten den Fisch zu verkaufen. Die Väter holen während des Tages den in der Nacht versäumten Schlaf nach. Die kleinen Kinder sind dann ohne Aufsicht. Fürsorge und Behaglichkeit kennen die wenigsten von ihnen. Es mangelt ihnen somit nicht nur an Nahrung und Kleidung sondern auch an einer behüteten Kindheit.

Etwas zu Essen und Fürsorge bekommen die Kinder in der Kindertagesstätte. Foto: Ute Penzel
Mädchen und Frauen unterstützen
Da in Indien Mädchen und Frauen häufig benachteiligt sind, haben sie meist keine Ausbildung. Sie können in Kursen das Flechten von Körben aus Gras und Draht lernen. Durch den Verkauf der Produkte helfen sie mit, das Einkommen ihrer Familien zu verbessern. Auch die Erwachsenen können am Unterricht für Lesen und Schreiben teilnehmen.