Seit 2009 ist der Bürgerkrieg in Sri Lanka beendet. Doch für viele Kinder und ihre Familien sind seine Spuren bis heute allgegenwärtig. Noch immer leiden sie an den körperlichen und seelischen Verletzungen, die ihnen während des Krieges angetan wurden. Im Projekt der Kindernothilfe werden diese Kinder und ihre Familien gezielt betreut und gefördert. (Projekt 24351)

Ramon spricht nicht. In einem Land wie Sri Lanka hat er es mit seiner Behinderung besonders schwer.
Besonders schwer haben es Kinder aus Flüchtlingsfamilien
Die Zahl von Kindern mit Behinderungen ist vor allem unter den Flüchtlingsfamilien überdurchschnittlich hoch. Viele sind noch immer vom Krieg traumatisiert, einige haben ihre körperliche Behinderungen während der Kampfhandlungen erlitten. Die Familien sind oft erst vor Kurzem aus den Flüchtlingslagern in ihre Dörfer zurückgekehrt und versuchen, wieder eine Existenz aufzubauen. Für eine angemessene, liebevolle Betreuung dieser Kinder fehlen ihnen Zeit und Ressourcen. Denn noch mangelt es an allem: an sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung, angemessenen Unterkünften und Bildungsmöglichkeiten für die Kinder.

Die Kinder lernen auf kreative Weise Lesen, Schreiben und Rechnen. Fotos: Kindernothilfe/Rabenau
Mit Engagement und ganz viel Herz
Das Projekt der Kindernothilfe ermöglicht Kindern mit Lern-, Hör- und Sprachbehinderungen gezielte Förderung und schenkt auch ihren Familien neue Hoffnung. In der Schule des Kindernothilfe-Partners kümmern sich die Lehrer auf besonders intensive Weise um die Mädchen und Buben. Individuell fördert sie die Kinder und gestaltet kreativ ihren Unterricht.
90 Kinder besuchen regelmäßig diese besondere Schule. Für 30 Schüler gibt es Berufsausbildungen und zwölf Schüler sind in staatliche Schulkassen integriert. Ein Team aus geschulten Mitarbeitern besucht die Kinder regelmäßig in ihrem Zuhause und leistet Physiotherapie und Förderunterricht. Die Eltern werden bei Bemühungen zum Aufbau einkommensschaffender Maßnahmen für ihre Familien unterstützt.
Andreas Wagner