Im täglichen Kampf ums Überleben schaffen es viele Eltern nicht, ihren Kindern einen Ort der Geborgenheit und Anerkennung zu bieten. Viele Kinder müssen bereits früh mithelfen, das Familieneinkommen zu verbessern. Sie brechen die Schule ab und landen häufig auf der Straße. Gewalt und Übergriffe gehören zum Alltag der Kinder. Im Projekt der Kindernothilfe Österreich wird den Kindern geholfen, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern und ihr Leben in den Griff zu bekommen. (Projekt 82015)

Zukunft für Straßenkinder!
Zufluchtsort für Straßenkinder
Der Stress für die Kinder ist enorm. Wenn sie die Schule abgebrochen haben und auf der Straße landen, setzen sie sich einem Leben in extremer Gefahr aus. Gleichzeitig verlieren die Kinder häufig den Kontakt zu sämtlichen Familienmitgliedern und sind vollkommen auf sich allein gestellt. Sie übernachten mit Freunden auf der Straße und sind durch Drogen, Korruption, Prostitution, Kriminalität und Krankheiten wie Aids gefährdet.

Straßenkinder in Honduras brauchen dringend Hilfe. Foto: Jürgen Schübelin
Geprägt durch das Leben auf der Straße
Die Kinder, die auf der Straße zum Teil traumatische Erfahrungen machen, haben kein Vertrauen mehr zu anderen Menschen und glauben nicht, dass man ihnen mit Geborgenheit helfen kann. Zu ihrem täglichen Lebenskampf gehört es, stehlen und betrügen zu müssen und selber bestohlen und betrogen zu werden. Im Projektzentrum wird den Kindern vermittelt, dass die Werte der Straße nicht mit dem friedlichen Zusammenleben innerhalb einer Gemeineinschaft übereinstimmen. Die Projektmitarbeiter bringen den Kindern Vertrauen, Fürsorge, Respekt und Ehrlichkeit entgegen, damit sie diese in ihr eigenes Verhalten übernehmen können.
Weg von der Straße
Sozialarbeiter, Psychologen und Seelsorger helfen den Kindern, ihre Tage zu strukturieren und einen geordneten Tagesablauf zu entwickeln. Die Kinder werden je nach ihren Bedürfnisse und Fähigkeiten betreut. Die Kinder sollen selbst und frei darüber entscheiden können, ihr Leben auf der Straße zurück zu lassen und sich für ein besseres Leben einzusetzen. In einem gemeinsamen Wohnhaus leben die ehemaligen Straßenkinder gemeinsam und beginnen, wieder zur Schule zu gehen. Sie werden psychologisch betreut, schließen soziale Kontakte und beginnen die Beziehung zu ihren Familien wieder aufzubauen.
Andreas Wagner