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zur Finanzierung eines Platzes für ein Kind

Malawi: Ein Leben in Angst und Armut

Mzuzu ist mit 100.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Malawis. 70 Prozent der Menschen müssen mit nur einem Euro pro Tag auskommen. Die Eltern können ihre Kinder nicht ausreichend ernähren und ihnen kein geborgenes Zuhause ermöglichen. Gerade unter den ärmsten Einwohnern ist HIV/Aids ein großes Problem. Die Familien kämpfen täglich ums Überleben. Armut und Hoffnungslosigkeit prägen den Alltag der Kinder. Auf der Suche nach einer besseren Zukunft laufen sie von zu Hause fort und landen auf der Straße, wo sie Gewalt und Missbrauch erleben. Ein Zurück nach Hause gibt es oft nicht. Im Straßenkinderzentrum der Kindernothilfe finden die Mädchen und Buben endlich ausreichende Mahlzeiten und Schutz. Die Mitarbeiter haben immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen und helfen ihnen beim (Wieder-)Einstieg in die Schule. Gemeinsam mit den Kindern wird versucht, den Kontakt zu den Familien wieder aufzubauen oder eine neue Familie zu finden. (Projekt: 62321)

Straßenkinder in Malawi. Foto: KernerDas Leben auf der Straße ist hart und gefährlich. Foto: Kindernothilfe/Kerner Straßenkinderzentrum - der Weg von der Straße zu Bildung und gesunder Ernährung
Die Straßenkinder bekommen täglich eine warme Mahlzeit, können sich ausruhen und waschen. Sie werden psychologisch betreut, es finden medizinische Routineuntersuchungen statt und bei Bedarf werden die Kinder behandelt.

Als Folge der Unterernährung haben viele Straßenkinder Probleme sich zu konzentrieren. Durch das Leben auf der Straße sind sie an strukturierte Tagesabläufe nicht mehr gewöhnt. Sie müssen sich erst an den geregelten Schulalltag anpassen und benötigen eine spezielle Förderung als Vorbereitung auf den regulären Unterricht. Dazu wurden an vorhandenen Schulen eigene Klassen für Straßenkinder eingerichtet, die nicht sofort in den bestehenden Unterricht integriert werden können.

Neben der Ausstattung mit Schulkleidung und Lernmaterialen werden die Straßenkinder von speziell ausgebildeten Lehrern begleitet. Nach dem Eintritt in die reguläre Schule können sie im Zentrum auch weiterhin Nachhilfe in Anspruch nehmen. Den Älteren werden Grundkenntnisse im Umgang mit Computern und in den Berufen Tischler und Schneider sowie in Haushaltsmanagement vermittelt. Die Mitarbeiter helfen ihnen dabei, einen Beruf zu finden, der ihren Interessen entspricht und erste Kontakte zu möglichen Arbeitgebern herzustellen.

Straßenkinder / Hilfsprojekte in MalawiBildung als Weg aus der Armut. Foto: Kindernothilfe/Kerner Ausgrenzung reduzieren und das Umfeld der Kinder stärken
Die Probleme der Straßenkinder werden von den Bewohnern Mzuzus nicht wahrgenommen. Somit fühlt sich auch kaum jemand für die dramatische Situation der Kinder verantwortlich. Im Rahmen des Projekts werden die Erwachsenen für die Probleme der Straßenkinder sensibilisiert, um sie bei der Unterstützung der Mädchen und Buben einzubeziehen. Es werden verschiedene gemeinsame Veranstaltungen wie beispielsweise Sportfeste organisiert. Die Kinder führen auch Theaterstücke und Tänze auf, die sich mit den Schwierigkeiten auseinandersetzen, denen die Kinder durch ihr Leben auf der Straße täglich gegenüberstehen.

Doch nicht nur die Kinder können an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen. Den Eltern werden Schulungsprogramme wie landwirtschaftlicher Anbau zur Verbesserung des Einkommens angeboten. Einige Eltern werden auch in Kreditmanagement geschult. Sie organisieren sich in Kreditklubs, in denen jeweils eine Gruppe von Erwachsenen gemeinsam spart. Diese Gruppen vergeben an ihre Mitglieder Kleinstkredite, von denen zum Beispiel Saatgut und Stecklingen wie Mais und Bohnen gekauft werden kann. Mit den Erträgen sind sie in der Lage ihre Familien mit gesunder Nahrung zu versorgen und Überschüsse zu verkaufen. Sie verbessern ihre Lebenssituation und können sich um ihre Kinder selbst kümmern. Den Kindern helfen die Mitarbeiter des Projekts dabei, wieder Anschluss bei ihren Familien zu finden und stehen den Kindern auch danach beratend zur Seite. So wird verhindert, dass sich die Situation für die Kinder in den Familien wieder verschlechtert.

Die Kinder und ihre Familien erhalten zudem Zugang zu den Gesundheitseinrichtungen der Stadt. Von HIV/Aids Betroffene werden betreut und mit Medikamenten versorgt. Durch gezielte Aufklärungsarbeit soll die Neuinfizierung mit dem Virus reduziert werden.

Unterstützung durch die Kindernothilfe
Die Kindernothilfe unterstützt das Projekt „Umoza Children Program" seit 2007. Seither konnten viele Kinder vor den Gefahren der Straße beschützt werden. Um die Kinder auch weiterhin unterstützen zu können, benötigen wir dringend ihre Hilfe!

Sie können das Projekt durch die Übernahme einer Patenschaft für den Platz eines Kindes unterstützen. Damit helfen Sie einem Kind in einer außergewöhnlichen Notlage. Als Patin oder Pate erhalten Sie von uns jährlich einen Bericht über die Fortschritte im Projekt.  

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