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Humanitäre Hilfe

Nach dem Erdbeben:
Ein neues, sicheres Zuhause für 55 Familien

WiederaufbauEin Geschwisterpaar im Notquartier - noch immer warten viele Familien auf ein neues Zuhause. Foto: Kindernothilfepartner (Februar 2009) Am 15. August 2007 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,9 auf der Richterskala den Süden Perus. Besonders betroffen war die Region um Ica, das Beben war aber bis weit in den Norden des Landes zu spüren. Und noch immer leben zahlreiche Familien in Notunterkünften unter Zeltplanen!

Die Folgen des Bebens
519 Menschen verloren 2007 ihr Leben, über 1.800 wurden schwer verletzt, 55.000 Häuser wurden zerstört. Die ärmsten Bevölkerungsgruppen waren besonders betroffen: Ihre einfachen, nicht erdbebensicheren Häuser stürzten ein und begruben sämtliches Hab und Gut unter den Trümmern. Zahlreiche Kinder wurden zu Waisen und erlitten traumatische Erlebnisse.

Kindernothilfe Soforthilfemaßnahmen
Nach dem Beben konzentrierten sich die staatlichen Hilfsmaßnahmen auf die Städte. Die öffentlichen Gelder reichten nicht, um auch den Menschen in den Dörfern beizustehen. Die Kindernothilfe leistete in den Tagen, Wochen und Monaten nach der Katastrophe umfassende Hilfe. Nahrungsmittellieferungen, Kleidung und Decken für die Dörfer Los Olivos, El Carmen, El Molino und San Juan Bautista halfen in der ersten Not.

Aufbau von drei Kinderzentren
Die Erwachsenen hatten nach dem Beben alle Hände voll zu tun, um sich um Notunterkünfte, Essen und den Wiederaufbau zu kümmern. Dabei blieb keine Zeit für die Kinder, die sich in großer seelischer Not befanden. Deshalb errichteten wir drei Kinderzentren. Hier werden psychisch stark belastete und traumatisierte Kinder von Psychologen therapeutisch behandelt. Sie erhalten einen Raum, in dem sie sich geschützt fühlen. Spielerische und künstlerische Aktivitäten geben den Kindern ein Stück normalen Alltag zurück.

Weiterbildung „Verhalten in Katastrophenfällen"
Die verheerenden Auswirkungen von Naturkatastrophen werden oft durch Ansiedlung von Häusern in gefährdeten Gebieten, unsichere Bauweise oder unzureichendes Katastrophenmanagement verstärkt. 150 Lehrer erhalten eine Fortbildung zum Thema „Verhalten in Katastrophenfällen". Das erworbene Wissen wird an die Schüler weitergegeben.

WiederaufbauFür 55 weitere Familien werden kleine, erdbebensichere Häuschen gebaut! Foto: Kindernothilfepartner

Aufbau von kleinen, erdbebensicheren Häuschen - Start 2008
Die Aufnahme in die staatliche Wiederaufbauhilfe erfordert einen Eigenanteil von 500 US-$, den zahlreiche Familien nicht aufbringen konnten. Deshalb startete die Kindernothilfe zu Jahresbeginn 2008 ein Wiederaufbauprogramm für diese kinderreichen Familien. Alle Erwachsenen beteiligten sich durch ihre Arbeitskraft am Aufbau der Häuser.

Grundriss Haus Wiederaufbau Peru nach Erdbeben 2007Das bescheidene Haus mit 41,6m2: zwei Zimmer, eine Kochnische, Strom, erdbebensichere Wände und ein Dach über dem Kopf.

Frühjahr 2009 - Phase 2: Weitere 55 Familien warten auf Hilfe
Trotz intensiver Anstrengungen leben noch immer zahlreiche Familien in Notunterkünften: einfache Hütten aus Bambusstangen und Zeltplanen, die nur wenig vor Wind und Regen schützen. Selbst für die Erwachsenen ist diese Ausnahmesituation nahezu unerträglich. Aber die Kinder leiden besonders unter der prekären Wohnsituation. Grippe, Atemwegserkrankungen, Hautausschläge oder Magen/Darmerkrankungen treten in den Notunterkünften verstärkt auf und betreffen vor allem die Kleinen.

Die nahende Kälte - im Juni beginnt hier im Süden Perus der Winter - und die langandauernde Übergangsbehausung machen die Situation für die Familien immer unterträglicher. Deshalb planen wir den raschen Bau von weiteren erdbebensicheren Häusern für 55 Familien in den Dörfern Nueva Esperanza, Manco Cápac und Senor de Luren.


Ihre Hilfe schenkt ein warmes, sicheres Zuhause nach einer schweren Katastrophe wie 2007 in Peru. Vielen Dank!

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