1.117 Tote, 190.000 Menschen ohne Grundnahrungsmittel und über eine Million Menschen im Ausnahmezustand - so hinterließ das Erdbeben am 30. September 2009 den Westen der Insel Sumatra. Sofort nach der Katastrophe leistete die Kindernothilfe mit ihren Partnerorganisationen Nothilfe, doch die Aufgaben sind noch lange nicht bewältigt.

Foto: Kindernothilfe/Christian Jung
Was passierte sofort nach der Katastrophe?
Sofort nach der Katastrophe verteilte unsere Partnerorganisation AMURT Nothilfepakete an bedürftige Familien. Neben Nahrungsmitteln - Reis, Speiseöl, Nudeln, Keksen, Zucker, Sardinendosen und Wasser - waren vor allem Planen notwendig. Viele Familien hatten ihr Zuhause komplett verloren oder es war einsturzgefährdet und deshalb gefährlich und unbetretbar. Mit den Planen konnten die Familien Notunterkünfte bauen und vorübergehend Zuflucht finden.
Oft erhielten die Familien außerdem Hygieneartikel, Bettlaken, Spielzeug oder Kleidung. Ende Oktober hatte unser Partner AMURT Nothilfepakete an über 2.600 Familien aus 20 Dörfern in den drei Regionen Pariaman, Padang Parianman und Pesisir Selatan verteilt.

Foto: Kindernothilfe/Christian Jung
Geborgenheit für 3.500 Mädchen und Buben
Nachdem unsere Partnerorganisationen AMURT und PKPA kurze Zeit nach dem Beben provisorische Auffangzentren aufgebaut hatten, werden diese zu fixen Kinderzentren ausgebaut. Damit entlasten wir auch die Mütter, die selbst in die Betreuung mit einbezogen werden. Die Mütter helfen auch beim Kochen und stellen so sicher, dass die Kinder ein Mal am Tag eine warme Mahlzeit bekommen. In den Kinderzentren erhalten die Mädchen und Buben außerdem psychologische Betreuung. Sie haben große Angst und müssen schlimme Erinnerungen verarbeiten. Für die größeren Kinder stellen wir Schulzelte und Schulmaterial bereit.
Zur Sicherung eines kleinen Einkommens legen wir mit den Familien Hausgärten an und versorgen sie mit ausreichend Saatgut. So bleibt genug Gemüse, um einen Teil auch am Markt zu verkaufen. Das sichert ein kleines Einkommen.
Bitte helfen Sie mit einer Spende!
Gottfried Mernyi