(Juni 2008) „Außerhalb Ranguns steht nichts mehr, nur hier und da ein paar Steinhäuser. Die Menschen kauern auf wenigen trockenen Stellen, manche suchen im knietiefen Wasser nach Resten ihres Eigentums. Sie haben alles verloren", berichtet Salome Roller aus Burma. Sie absolviert dort gerade ein freiwilliges soziales Jahr und hat den Wirbelsturm in Rangun miterlebt.

Kinder im Irrawaddy-Delta. Foto: Reuters
Die Folgen des Wirbelsturms übertreffen die schlimmsten Befürchtungen: Mehrere zehntausend Menschen starben, über 40.000 werden noch vermisst. Weite Teile des Irrawaddy-Deltas, in dem 5 Millionen Menschen leben, sind überflutet, ganze Dörfer ausgelöscht. Wie immer sind die Kinder besonders gefährdet: Sie erkranken sehr schnell und schwer an den sich ausbreitenden Seuchen und leiden am meisten unter Hunger und Durst.
Bereits kurz nach der Katastrophe hat die Kindernothilfe mit Hochdruck begonnen, die dringend nötige Hilfe für die Überlebenden zu organisieren. Unsere Hilfe erreicht die Menschen im Land über erfahrene und zuverlässige Partner, die auch nach dem Tsunami wertvolle Hilfe vor Ort geleistet haben.
Am Dringendsten benötigen die Familien Nahrung, sauberes Trinkwasser, Kerzen, Decken und Planen für Notunterkünfte. In weiterer Folge planen wir Kinderzentren zu errichten und traumatisierte Kinder psychologisch zu betreuen.
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Gottfried Mernyi