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"Das gelobte Land": Wenn Leben auf der Müllhalde die einzige Hoffnung ist

PIC_16366_1280x824_1280x824_0x2Foto: Kindernothilfe/Pascal Amos Rest Sie nennen ihre Heimat „Das gelobte Land", doch für Außenstehende gleicht sie der Hölle: Die Müllkippe Lupang Pangako in Quezon City bei Manila ist für 3000 Menschen die einzige Chance zu überleben. Sie wohnen inmitten des Verwesungsgestanks, inmitten des giftigen Qualms verbrennenden Unrats. Hunderte Kinder arbeiten hier jeden Tag, oft von morgens bis abends. Sie suchen im Müll nach Wertstoffen, die sie verkaufen. Der magere Lohn bringt ihre Familien durch. Die Kindernothilfe unterstützt ein Projekt des Vinzentiner-Ordens. Warme Mahlzeiten, medizinische Versorgung, Nachhilfeunterricht, Förderung auch für die Eltern - all das eröffnet Müllsammler-Kindern die Chance auf ein besseres Leben .

„Aasgeier" heißen die müllsammelnden Mädchen und Buben hier. Sie teilen das Schicksal von Josephine. Der Filmemacher Martin Buchholz hat Jospehine 1998 und 2007 besucht und in „Josephines Traum" ihre Geschichte geschildert.

1 Euro für zwei Tage Schufterei
Mit bloßen Händen, an den Füßen nur dünne Plastiksandalen, durchwühlen die Kinder den Müll der Millionenstadt Manila auf der Suche nach Aluminium, Glas und anderen Werstoffen. Ihre Beute verkaufen sie, doch die Händler sind oft skrupellos, betrügen die Kinder und zahlen viel zu wenig Geld. Und selbst der reguläre Preis ist nur ein Hungerlohn: Etwa 1 Euro für zwei Tage Arbeit verdienen die Müllsammler. Für ihre Familien ist der karge Lohn jedoch oft die einzige Chance zu überleben. Viele kommen aus armen Regionen auf dem Land auf die Müllhalde. Hier errichten sie ärmliche Hütten aus dem Unrat. Fließendes Wasser und Strom gibt es nicht. Viele Kinder schneiden sich beim Müllsammeln an Glasscherben und scharfkantigen Metallteilen. Die Wunden infizieren sich und heilen schlecht. Viele Menschen sind krank von den giftigen Ausdünstungen des Abfalls.

PIC_16535_1280x824_1280x824_0x2Schwestern versorgen die Wunden der Kinder. Foto: Kindernothilfe/Rest Das Projekt (Nummer 29052/AC/12)
Seit 1993 unterstützen Mitglieder des Vinzentiner-Ordens die Kinder und ihre Familien auf Lupang Pangako. Unterernährte Mädchen und Buben erhalten täglich eine warme Mahlzeit. Wunden der Müllsammler versorgen die Mitarbeiter. Da die Kinder selten oder nie zur Schule gehen, haben die Vinzentiner ein Lernzentrum gegründet. Dort werden die Kinder nach ihrem Arbeitstag unterrichtet. Sie lernen einfache handwerkliche Fähigkeiten wie zum Beispiel Schneidern oder Mitarbeiter vermitteln ihnen Grundkenntnisse am Computer. So bekommen sie die Chance, ihren Lebensunterhalt später mit etwas anderem als Müllsammeln zu verdienen. Dies erlangt besondere Bedeutung angesichts der inzwischen zurückgehenden Müllberge - was viele Menschen freut, entzieht den Müllsammlern aber gleichzeitig ihre Erwerbsgrundlage.

PIC_16523_1280x824_1280x824_0x2Im Lernzentrum der Vinzentiner. Foto: Kindernothilfe/Rest Wichtig ist auch die Arbeit mit den Eltern. In Seminaren erfahren die Mütter Grundlegendes über Gesundheit und Hygiene. Außerdem klären die Mitarbeiter die Erwachsenen, aber auch die Kinder über die Rechte der Kinder auf und zeigen den Familien Möglichkeiten auf, wie sie sich bei Behörden und in der Öffentlichkeit für ihre Rechte einsetzen können. Gemeinsam mit den Eltern der Kinder suchen die Mitarbeiter des Projektes nach Wegen, wie die Erwachsenen mehr Geld für ihre Familien verdienen können - etwa, indem sie kleine Handwerksbetriebe mit Unterstützung der Vinzentiner eröffnen.

Im Jahr 2011 planen die Vinzentiner mit Unterstützung der Kindernothilfe folgende Maßnahmen:

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