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Uganda: Hilfe für Aidswaisen in Kinder-Haushalten

Uganda: Hilfe für Aids-Waisen in Kinder-Haushalten

Uganda ist wie die meisten Länder in Afrika südlich der Sahara in großem Maße von der HIV/Aids-Pandemie betroffen. Die Auswirkungen für die Kinder sind katastrophal, denn eine ganze Elterngeneration stirbt an den Folgen der Immunschwächekrankheit. Zurück bleiben Waisenkinder und Großeltern, deren Alltag vom Kampf gegen Armut geprägt ist. In der Region Masaka im Süden Ugandas gibt es besonders viele Menschen, die mit dem HI-Virus infiziert sind. In vielen Familien ist mindestens ein Elternteil an Aids erkrankt, sehr oft sind sowohl Vater als auch Mutter daran gestorben. Zurück bleiben Waisenkinder, die jeden Tag aufs Neue um das nackte Überleben kämpfen (66113).

69944Foto: Ralf Krämer Die große Last des Allein-gelassen-werdens
Akil* ist gerade mal 12 Jahre alt und muss schon für seine drei kleineren Geschwister sorgen. Der Vater starb vor 18 Monaten. Seine Mutter, die er gemeinsam mit der Nachbarin gepflegt hatte, ist ebenfalls an Aids gestorben. Akil bezahlte mit den letzten Ersparnissen den Sarg - es war kaum mehr Geld da nach der langen Krankheit. Nach dem Tod der Eltern blieb niemand, der sich um Akil und seine Geschwister kümmert.
*) Name geändert

Hilfe für Kinder-Haushalte
Wie Akil geht es vielen Aidswaisen. Alleine in Uganda leben über 1 Million Waisenkinder. Vielen von ihnen leben ohne Erwachsene allein im Haushalt. Dadurch ist das Wort Kinderhaushalt entstanden.
Besonders schwierig ist die Situation für die älteren Kinder. Sie müssen nicht nur den Tod der Eltern verkraften, sondern wissen auch nicht, wie sie sich und ihre jüngeren Geschwister durchbringen sollen. Den Kindern bleibt oft nicht mehr als eine schäbige Hütte. Geld für Nahrungsmittel, Schulbesuche und Kleidung ist meist nicht vorhanden. Die Verzweiflung ist groß.

Verständnis, Schutz und Ausbildung
Der lokale Kindernothilfe-Partner Kitovu Mobile Aids Organisation kümmert sich um die traumatisierten und einsamen Kinder. Die Organisation ist im Projektgebiet durch ihre langjährige Arbeit sehr bekannt und von den Menschen vor Ort in hohem Maße akzeptiert.

Wichtiger Bestandteil der Arbeit der Kitovu Mobile ist die Traumaarbeit mit den Kindern. Außerdem werden Aufklärungsunterrichte für Kinder und Erwachsene veranstaltet, denn aus Scham- und Schuldgefühlen wird noch immer viel zu selten über HIV/Aids gesprochen. Für die kleineren Kinder wird eine Nachbarschaftshilfe organisiert. Die älteren bekommen eine landwirtschaftliche Ausbildung in „Farmschulen". Hier lernen sie, wie sie mit einfachsten Mitteln den Garten besser nutzen können. Damit haben sie nicht nur genügend zu essen, sondern es bleibt auch etwas Gemüse, Maniok oder Mais übrig, um es für wenig Geld zu verkaufen.

Das erlernte Wissen geben die Kinder auch im Dorf weiter. Das stärkt die Gemeinschaft und sie gewinnen Selbstvertrauen für die schwere Aufgabe als Familienoberhaupt.

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