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Uganda: Nalongos Kinder

Hilfe für traumatisierte Aids-Waisen in Uganda

13545_270x171_1106x701_54x112Helfen Sie mit - werden Sie Projektpate!

Projekt: Kitovu Mobile Trauma-Councelling
Projekt-Nr.: 66113
geförderte Kinder: 75.000
Projektanteile gesamt: 458

Projektpartner
In manchen Regionen Ugandas findet man kaum ein Kind, das noch beide Eltern hat. Aids macht viele Mädchen und Jungen schon früh zu Waisen. Vater und Mutter sterben zu sehen hinterlässt bei den Kindern tiefe seelische Wunden. Gemeinsam mit der ugandischen Organisation Kitovu Mobile hilft die Kindernothilfe traumatisierten Aids-Waisen im südlichen Uganda, den schrecklichen Verlust der Eltern zu verarbeiten (Projekt 66113).

Heute kann Samia (Name geändert) wieder lachen. Doch die 13-Jährige hat Schlimmes erlebt. Mit elf musste sie mitansehen, wie zuerst ihr Vater und kurz darauf auch ihre Mutter den Kampf gegen Aids verloren. Für das Mädchen brach eine Welt zusammen. Nach dem Tod ihrer Eltern nahm Samias Onkel das Mädchen bei sich auf. Doch dort erlebte die Schülerin die nächste Tragödie: Sie wurde von ihrem Onkel sexuell belästigt. Samia war verzweifelt. „Ich hatte schreckliche Angst und wusste nicht, was ich tun sollte", erzählt sie. „Es gab niemanden, dem ich mich anvertrauen konnte."

Einer ganzen Generation fehlen die Eltern
Wie die meisten Länder südlich der Sahara ist Uganda in großem Maße von HIV/Aids betroffen. Die Auswirkungen der Aids-Epidemie sind erschütternd: Die mittlere Generation, die in der Regel das Einkommen sichert, stirbt regelrecht aus. Zurück bleiben Kinder und Großeltern, deren Alltag häufig vom Kampf gegen die Armut bestimmt wird. Viele dieser Familien leben in tiefer Hoffnungslosigkeit und haben das Gefühl, ihr Leben aus eigener Kraft nicht mehr verändern zu können.

Zukunft ungewiss
Die Eltern sterben zu sehen, löst bei vielen Kindern und Jugendlichen ein Trauma aus. Hinzu kommt die Angst vor der Zukunft: Wo werde ich leben? Wer wird für mich sorgen? Was geschieht mit unserem Zuhause? Diese und viele andere Fragen belasten die Kinder zusätzlich. Und häufig haben sie niemanden, mit dem sie reden können. Nach dem Tod der Eltern müssen viele Kinder für sich selbst sorgen. Andere kommen in Pflegefamilien unter. Doch immer wieder kommt es vor, wie in Samias Fall, dass sie dort ausgenutzt, misshandelt oder missbraucht werden.

13501_270x191_1114x789_0x168Lehrer als Traumaberater. Foto: Kriks/ KNH Lehrer als Trauma-Berater (Projekt 66113)
In der Region Masaka, im Süden Ugandas, unterstützt die Kindernothilfe ein Projekt, das sich für Kinder wie Samia einsetzt. Die ugandische Organisation Kitovu Mobile kümmert sich um die Behandlung ihrer seelischen Wunden. Angesetzt wird in den Schulen. Mitarbeiter von Kitovu Mobile schulen Lehrerinnen und Lehrer darin, traumatisierte Kinder zu erkennen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und bei Problemen gemeinsam mit den Mädchen und Jungen nach Lösungen zu suchen. Außerdem lernen sie, ihre Kenntnisse an andere Freiwillige weiterzugeben, um so die Zahl der Berater ständig zu erhöhen und immer mehr Kinder erreichen zu können.

Über Probleme offen sprechen
Auch Jugendliche werden in der Traumaberatung ausgebildet. Sie leiten Schülergruppen, in denen sich die Mädchen und Jungen austauschen und gegenseitig helfen können. Samia hatte Angst, jemandem von den Problemen in ihrer Pflegefamilie zu erzählen. Doch die anderen Mitglieder ihrer Schülergruppe machten ihr Mut, sich an die Traumaberaterin ihrer Schule zu wenden. Dank ihrer Unterstützung lebt Samia heute bei einer Tante - ohne die ständige Angst vor sexuellen Übergriffen. Samia ist froh über die Hilfe: „Die Traumaberatung ist eine gute und wichtige Sache. Heute ermutige ich all meine Freunde und Freundinnen, ihre Probleme nicht für sich zu behalten", sagt das Mädchen lachend.

Bis zum Jahr 2011 sollen insgesamt 75.000 Kinder im Distrikt Masaka von diesem Projekt profitieren. Das können wir nur gemeinsam mit Ihnen erreichen. Bitte helfen Sie uns, Kindern wie Samia neue Hoffnung zu schenken.

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