Schulbildung schafft Chancen: Kinder, die zur Schule gehen, haben bessere Aussichten auf einen Arbeitsplatz mit einer angemessenen Entlohnung. Sie kennen Gesundheitsrisiken und können sinnvolle Entscheidungen für ihr Leben treffen. Doch viele Familien in den Ländern des Südens leben in extremer Armut. Kinder müssen oft hart schuften, um am Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Dabei werden sie meist ausgebeutet und schlecht bezahlt. Die Folge: Etwa 80 Millionen Kinder gehen weltweit nicht zur Schule. Die Kindernothilfe Österreich setzt sich in ihrer Projektarbeit dafür ein, dass alle Kinder Zugang zu Schulbildung erhalten.

Mädchen in einer Tagesstätte in Brasilien. Foto: Christoph Engel
Kein Geld für Schulgebühren
Der Schulbesuch ist für die Familien in den ärmsten Ländern der Welt oft unerschwinglich – selbst staatliche Schulen sind nicht überall kostenlos. Für Schulbücher, Hefte und Uniformen fehlt vielen Familien schlichtweg das nötige Einkommen.
Schulen sind schlecht ausgestattet
Für Schulen und Ausbildungsstätten von hoher Qualität reicht das Geld in armen Staaten nicht. Viele Länder können selbst das Gehalt der Lehrer kaum zahlen. Die knappen Staatskassen beeinträchtigen auch die Ausbildung der Lehrer. Die schwierige wirtschaftliche Situation macht es den Regierungen unmöglich, Schulgebäude in Stand zu halten, zu modernisieren oder gar neue Schulen zu bauen. Viele Kinder leben weit entfernt von der nächsten Schule – Distanzen, die zu Fuß nicht bewältigbar sind.
Indisches Mädchen bei den Schulaufgaben. Foto: Christoph Engel
Was tut die Kindernothilfe Österreich?
Die Kindernothilfe engagiert sich in ihren Partnerländern für Bildung und Ausbildung. Sie übernimmt die Kosten für Schulgebühren, -material und -kleidung. Dort, wo es nötig ist, stellt sie Unterkunft, Ernährung, Betreuung und medizinische Versorgung zur Verfügung. Investitionsprogramme sollen helfen, Bildungseinrichtungen auszustatten und Schulen neu zu errichten. Auch Lehrer oder Ersatzlehrer werden ausgebildet und ihre Gehälter bezahlt. Denn durch Grundbildung und Berufsausbildung schaffen es junge Menschen, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen, ihre Familien zu unterstützen und einen Beitrag zur Entwicklung ihres Landes und seiner Gesellschaft zu leisten.