Weltweit hungern rund 850 Millionen Menschen. Unterernährung ist der größte Feind der Entwicklung: Wer Hunger hat, kann in der Schule nicht lernen, hat weder Kraft noch Hoffnung, für die Zukunft zu planen, leidet häufiger an Krankheiten. Die Kindernothilfe Österreich achtet in ihren Projekten auf eine ausgewogene Ernährung der Kinder und Jugendlichen. Außerdem werden die Menschen so weitergebildet, dass sie sich selbst versorgen können.
Regelmäßige, ausgewogene Ernährung fördert die Entwicklung der Kinder. Foto: Christoph Engel
Etwa alle drei Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren, an den Folgen vermeidbarer Krankheiten.Hunger und Unterernährung schwächen Kinder oft so stark, dass harmlose Krankheiten zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden.
Keine Chance auf eine normale Kindheit
Kinder in unterentwickelten Ländern sind gravierend benachteiligt:
30 Millionen Mädchen und Buben kommen mit Unterernährung auf die Welt. In Südasien hat die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren Untergewicht, im südlichen Afrika über 40 Prozent, in Lateinamerika und der Karibik unter 20 Prozent. In Entwicklungsländern leiden rund 16 Prozent aller Sieben- bis 18-Jährigen an ernsten Mangelerscheinungen durch unzureichende Ernährung.
Der Hunger hat Folgen: Mangel- und unterernährte Kinder bleiben in ihrer Entwicklung hinter Altersgenossen zurück. Dauerhafte seelische und körperliche Schäden drohen.
Foto: Christoph Engel
Wege aus der Armut
Die größten Hindernisse auf dem Weg zu einer Welt ohne Hunger sind Kriege und innergesellschaftliche Konflikte. Ohne Stabilität und Wirtschaftswachstum kommt der Kampf gegen den Hunger ebenfalls nicht voran. Wachstum muss vor allem in den ärmsten Ländern mit der Entwicklung ländlicher Räume und einer höheren Produktivität in der Landwirtschaft verknüpft werden. Die Armen müssten gezielt am wirtschaftlichen Fortschritt teilhaben und Zugang zu Arbeitsplätzen, Land, Krediten und Produktionsmitteln erhalten.
Foto: Jens Großmann
Was tut die Kindernothilfe Österreich?
Eine ausgewogene Ernährung spielt in allen von der Kindernothilfe geförderten Projekten eine wichtige Rolle. In vielen Einrichtungen werden die Kinder und Jugendlichen schon frühzeitig mit landwirtschaftlichen Praktiken vertraut gemacht, die dem Klima und den Vegetationsbedingungen vor Ort angepasst sind. In einigen Projekten wird auch versucht, Mütter zu schulen und ihre Kenntnisse über Anbaumethoden und Verwertung von Nahrungsmitteln zu verbessern.
Ziel ist es, Menschen nicht dauerhaft von Hilfslieferungen abhängig zu machen, sondern ihnen ein selbständiges Leben zu ermöglichen.