Kindernothilfe Österreich Kindernothilfe Österreich Kindernothilfe Österreich

Kinderarbeit

Schutz vor Ausbeutung

Weltweit schuften 126 Millionen Fünf- bis 17-Jährige unter unzumutbaren Bedingungen. Armut treibt viele Familien dazu, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken. Viele Kinder werden Opfer von Sklaverei, Kinderhandel oder Prostitution. Die Kindernothilfe unterstützt Projekte, in denen Mädchen und Buben vor Ausbeutung und Missbrauch geschützt werden. Besonders wichtig ist dabei die differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderarbeit und die Durchsetzung der Rechte arbeitender Kinder.

Kinder sammeln FeuerholzKinderarbeit in Guatemala. Foto: Christoph Engel Zahlen
Nach Schätzungen der IAO (Internationale Arbeitsorganisation, Bericht von Juni 2006) arbeiten in der Altersgruppe fünf bis 14 Jahre

Gefährliche Kinderarbeit
Etwa 126 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten in Jobs, die zu den gefährlichen Formen von Kinderarbeit gehören. Dazu zählen u.a.

Erhebungen der IAO haben ergeben, dass sieben von zehn arbeitenden Kindern in der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei und der Jagd beschäftigt sind. Hier gibt es enge Verflechtungen zur informellen Wirtschaft, wo sich die mit Abstand höchste Zahl der arbeitender Kinder findet. So kommt es zum Beispiel vor, dass kommerzielle Plantagen Arbeiten an kleine landwirtschaftliche Familienbetriebe übertragen. Oder Familien stellen in Heimarbeit Waren her, die dann in Unternehmen (für das Inland oder den Export) verwendet werden.

Mädchen an einem Webstuhl in Afghanistan. Foto: Jens Großmann Verletzungen durch unzumutbare Arbeitsbedingungen
An vielen Kindern geht die oft schwere körperliche und gefährliche Arbeit nicht spurlos vorüber. Kinder leiden unter:

Die Ursachen
Die Ursachen für Kinderarbeit stehen in engem Zusammenhang mit der Armut ihrer Familien: Arbeitslosigkeit, ungerechte Landverteilung, Verschuldung und Preisverfall der Rohstoffe führen dazu, dass Familien auf die Einkünfte der Kinderarbeit angewiesen sind. Fehlende soziale Absicherungen und Kürzungen der Sozialausgaben vieler Regierungen lassen aber auch erkennen, dass eine direkte Verbindung zwischen der Ausbeutung der Arbeitskraft von Kindern und der Entwicklung der Weltwirtschaft besteht.

Basilio, Protagonist von The Devil's MinerBasilio arbeitet in einer bolivianischen Mine. Foto: Richard Ladkani. Abkommen
Am 17. Juni 1999 nahmen in Genf 174 Mitgliedsländer der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) das neue “Übereinkommen über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit” an. Die neue Konvention (IAO Nr. 182) sieht vor, dass die Länder, die sie ratifizieren, aktiv vorgehen müssen gegen die Versklavung von Kindern

Was tut die Kindernothilfe Österreich?
Die Kindernothilfe unterstützt Projekte, in denen Mädchen und Buben vor Ausbeutung und Missbrauch geschützt werden. Sie sorgt dafür, dass Kinder eine gute Schul- und Berufsausbildung bekommen, schafft alternative Einkommensmöglichkeiten für Familien und klärt über Gefahren der Kinderarbeit auf. Die Kindernothilfe setzt sich für eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderarbeit und für die Durchsetzung der Rechte arbeitender Kinder ein.


Spendensiegel DZI Spendensiegel

top
Copyright © 2012 Kindernothilfe Österreich - Alle Rechte vorbehalten.