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Mädchen fördern

Weibliche Genitalverstümmelung

BeschneiderinDie Rasierklinge: Utensil für die Beschneidung. Foto: Kindernot-hilfe/Christoph Engel Die Kindernothilfe betrachtet die weibliche Genitalverstümmelung (female genitale mutilation, kurz: FGM) als schwere Kinder- und Menschenrechtsverletzung, die das sichere und gesunde Aufwachsen von Mädchen behindert. Aus diesem Grund ist die Kindernothilfe gegen FGM - vor allem in Äthiopien - aktiv. Zwischen 2000 und 2009 haben wir ein sehr erfolgreiches Projekt abgeschlossen, dessen Erfolge sich durchaus sehen lassen können: Mehr als 1,2 Millionen Menschen wurden durch Präventions- und Aufklärungsarbeit erreicht, 400.000 Mädchen im Alter zwischen vier und zehn Jahren wurden aufgeklärt. Insgesamt konnte die Verstümmelungsrate zwischen 2005 und 2009 von 62 auf 25 Prozent gesenkt werden.

Schätzungen zufolge sind bis zu 150 Millionen Frauen weltweit verstümmelt. Jedes Jahr kommen weitere zwei bis drei Millionen hinzu. Allein in Afrika sind etwa 92 Millionen Mädchen über zehn Jahren genital verstümmelt worden. Genitalverstümmelung wird in 28 afrikanischen Ländern praktiziert. Sie kommt aber auch im Süden der arabischen Halbinsel vor sowie in Teilen Asiens.

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