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Straßenkinder

Leben in ständiger Gefahr

1186_205x145_626x443_35x0Schutzlose Kinder auf der Straße. Foto: Engel Ausbeutung und Gewalt, Missbrauch und Mangelernährung, keine Fürsorge und keine Schulbildung: Straßenkinder sind schutzlos. Sie werden diskriminiert, gelten pauschal als kriminell. Die meisten Kinder, die auf der Straße leben, haben bereits eine Geschichte von Gewalt und Vernachlässigung hinter sich. Die Kindernothilfe Österreich fördert Projekte, in denen Straßenkinder in ein geregeltes Leben zurück finden.

Sichtbar und doch unsichtbar:
Der Begriff Straßenkinder beschreibt drei verschiedene Gruppen von Mädchen und Buben:

Zur letzten Gruppe gehören Schätzungen zufolge rund 80 Millionen Kinder. Viele leben in den Großstädten Lateinamerikas. Die Jüngsten sind erst fünf Jahre alt. Genaue Zahlen sind nur sehr schwer zu erheben. Doch Experten gehen davon aus, dass die Zahl der

Straßenkind in SüdafrikaStraßenkinder in Südafrika. Foto: Ralf Krämer

Straßenkinder weiter ansteigen wird. Dafür spricht, dass immer mehr Menschen vom Land in die Städte ziehen. Bald wird jeder sechste Bewohner einer Stadt jünger als 18 Jahre alt sein.

Kampf ums Überleben
Es gibt viele Gründe, wegen denen Kinder auf der Straße landen. Eltern sterben, in Familien herrschen Gewalt oder Missbrauch, Kinder müssen ausbeuterische Arbeiten verrichten, um die Familien finanziell zu unterstützen, Eltern können ihre Kinder kaum ernähren. Auf der Straße drohen zahlreiche Gefahren. Mädchen und Buben werden zur Prostitution gezwungen, vergewaltigt, Mädchen werden ungewollt schwanger. Drogen, Hunger und Krankheiten gefährden das Leben der Kinder und Jugendlichen.

Was tut die Kindernothilfe Österreich?
In den Straßenkinder-Projekten sind die Einrichtungen nicht nur Anlaufstelle für junge Menschen, die die Straße zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht haben. Die Partner vor Ort und ihre Mitarbeiter setzen sich ein für die Rechte der Mädchen und Buben. Sie prangern Willkür von Polizei oder Killerkommandos an, thematisieren die Gewalt in der Gesellschaft und stellen Werte und gesellschaftliches Verhalten in Frage.

Sneha Sagar Project, StraßenkinderSchlafende Kinder in einem Projekt für Buben und Mädchen, die auf der Straße leben. Foto: Jens Großmann

Grundbildungs- und Berufsbildungsangebote bilden die Basis der täglichen Arbeit. Daneben arbeiten die Kinder gemeinsam mit den Mitarbeitern ihre Lebensgeschichte, Verletzungen und zerstörte Familienbezi-ehungen auf. Durch Theatergruppen kommen die Mädchen und Buben in positiven Kontakt mit der Öffentlichkeit und bauen Berührungsängste ab. Vorbeugend soll die offene Straßensozialarbeit jenen Kindern helfen, die neu auf der Straße landen. Mitarbeiter der Kindernothilfe-Partner klären sie über gesundheitliche Risiken auf und versuchen, sie vor Gewalt und Missbrauch zu schützen.


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