
Foto: Kindernothilfe/Stückrath
Eine alte Weisheit lautet: Bildung ist die Basis für eine bessere Zukunft. In Österreich seit Maria Theresia eine Selbstverständlichkeit. In den ärmsten Regionen der Welt sieht das anders aus. Hier braucht es Hilfestellungen zur Erfüllung der grundlegendsten Bedürfnisse der Kinder: Ernährung, medizinische Versorgung, Bildung, Geborgenheit und ein Dach über dem Kopf.
Unsere Herkunft und Identität
Der Verein Kindernothilfe Österreich wurde am 28.10.1996 von fünf evangelischen Christen mit dem Ziel gegründet, möglichst vielen Kindern in den ärmsten Regionen der Welt eine bessere Zukunft zu schaffen. Wir verstehen unsere Arbeit als Teil der weltweiten ökumenischen Entwicklungszusammenarbeit.
Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzender Dr. Robert Fenz: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, den Kindern direkt zu helfen und gleichzeitig auch die Strukturen vor Ort zu verbessern. Dazu werden die Familien von Beginn an in die Ausarbeitung und Umsetzung der Hilfsmaßnahmen einbezogen. Ernährung, Bildung, medizinische Versorgung und Einkommenswege werden gemeinsam verbessert. Das ist unser Verständnis von Hilfe, die Kinder stärkt und in die Zukunft wirkt."
Unsere Partner
Die Kindernothilfe Österreich arbeitet eng mit der Kindernothilfe Deutschland zusammen, die 1959 gegründet wurde und seit Jahrzehnten Kindern in Not zur Seite steht.
Die Hilfe erfolgt überwiegend durch langfristige Projekte, die dauerhaft durch Patenschaften unterstützt werden. Die Patenschaft macht Hilfe mit langem Atem möglich und ist eine der wirksamsten Förderformen. Weil durch sie ein Kind in seiner Umgebung gefördert wird, kann sich ein ganzes Dorf entwickeln oder eine Gemeinschaft verändern. Diese Hilfe zur Selbsthilfe soll Abhängigkeiten überwinden und Eigenverantwortung stärken.
In der Projektarbeit setzt die Kindernothilfe von Beginn an auf die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, die mit den Bedürfnissen vor Ort vertraut und in der Arbeit mit Kindern erfahren sind.
Unsere Ziele
An der Seite von in Armut lebenden Kindern setzen wir uns für eine Zukunft ohne Elend, Gewalt und Missbrauch ein. Kinder brauchen Förderung und Schutz durch eine intakte Gemeinschaft. Dazu haben sie auch eigene Ideen. Deshalb ist uns ihre Mitwirkung an der Entstehung und Umsetzung der Hilfestellungen wichtig. Wir wollen das Selbstvertrauen der Kinder stärken - auf ihrem Weg in ein eigenständiges Leben.
Im Inland engagieren wir uns in Kampagnen und Bündnissen, um auf die Not der Kinder aufmerksam zu machen und das Bewusstsein auf ihre Bedürfnisse zu lenken.
Patenschaft und Projekte
Unsere Hilfe ist konkret und setzt bei den grundlegenden Bedürfnissen an: Ernährung, medizinische Versorgung, Aufnahme in eine Gemeinschaft und Bildung im umfassenden Sinn sind die Basis vieler Projekte, die Lebensverhältnisse nachhaltig verbessern. Viele Kinder in den Projekten fördern wir durch Patenschaften. Sie geben durch die Lebensgeschichten der Kinder der Hilfe einen persönlichen Bezug und fördern das zwischenmenschliche Verständnis über Ländergrenzen hinweg. Das Selbstvertrauen der Kinder wird gestärkt, denn durch die Patenschaften erhalten Familien bessere Chancen und haben die Bedürfnisse der Kinder stärker im Blick. Ziel ist es, die Familien soweit zu fördern, dass ihr Einkommen ausreichend ist, um sich selbst um die Anliegen der Familie zu kümmern.
Humanitäre Hilfe
Katastrophen gleich welcher Art treffen die Ärmsten der Armen meistens besonders hart. Durch unsere Partner vor Ort können wir schnell und zielgerichtet helfen. Dabei achten wir darauf, dass die Hilfsmaßnahmen die Situation von Kindern vorrangig im Blick haben. Unsere Hilfe hat zum Ziel, den Familien nach einer Katastrophen Mut und Möglichkeit zum Wiederaufbau zu geben. Food for work Programme und Traumahilfe sind meist Teil Ersthilfe. Letztendlich sind unsere Nothilfemaßnahmen meist der Beginn einer langfristigen Entwicklungszusammenarbeit.
Luzia Wibiral