
Mädchen aus Arque. Foto: Kindernothilfe/Schübelin. Weitere Fotos unten in der Bilderstrecke.
4.000m hoch in den müssen 850 Kinder und ihre Familien unter härtesten Bedingungen leben. Schon die Kleinsten müssen den Eltern auf den Feldern bei der Arbeit helfen. Aber die Felder sind ausgelaugt, die Erträge mager. Die Schulen sind weit weg und schwer zu erreichen. Durch unzureichende Ernährung, Mangel an sauberem Trinkwasser und ungesunde Wohnverhältnisse haben lebensgefährliche Krankheitserreger ein leichtes Spiel (Projekt 90046).
Die Idylle trügt
Elf kleine Bergdörfer der Provinz Arque schmiegen ihre aus Lehmziegeln gebauten Hütten in die einsame schroffe Berglandschaft. Aber diese Postkartenidylle trügt: Das Klima ist rau und wechselhaft. Die steilen abschüssigen Felder, denen mühsam Kartoffeln und Getreide abgerungen werden, sind ausgetrocknet und übernützt. Sie können die Bergbauernfamilien hier kaum noch ernähren. Für Trinkwasser müssen die Frauen täglich vom weit entfernten Gebirgsbach ins Dorf schleppen.

Die Wohnverhältnisse machen die Kinder krank. Foto: Kindernothilfepartner
In den halb verfallenen strohgedeckten Hütten drängen sich die Familien in einem einzigen stickigen Raum um die offene Feuerstelle. Ruß verschmutzt die Luft. Die mageren Mahlzeiten bestehen aus wenig Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Gesundes Obst und Gemüse - das kann sich hier niemand leisten. Die vitaminarme und unzureichende Kost schwächt die kleinen Körper der Kinder. Magen- und Darmkrankheiten bedrohen ihr Leben. Der Ruß in den Hütten greift die Atemwege an.
Ein Dorf lernt, sich selbst zu helfen
Ein großer Hoffnungsträger sind die Frauen von Arque. Sie werden besonders stark in die Hilfsmaßnahmen mit einbezogen und können an Schulungen zu Themen wie Gesundheit und Ernährung, landwirtschaftliche Produktion, produktive Alternativen und vieles mehr teilnehmen.

Kinder in einem Kindergarten ("Wawa Wasi") . Foto: Kindernothilfepartner
Die Frauen werden in den drei Kindergärten "Wawa Wasi" zu Kindergärtnerinnen ausgebildet. In den Kindergärten erhalten die Kinder nahrhafte Mahlzeiten. Spielzeug und Lernmaterial werden bereitgestellt. Die Kinder werden hier auch medizinisch versorgt.
Insgesamt 270 Hütten werden saniert und bekommen schonende, Holz sparende Öfen, die besser für die Gesundheit sind. Gemeinsam werden auch Gemeinschaftsgärten und kleine Gewächshäuser angelegt. Sie liefern Obst und Gemüse, das wichtig für das Wachstum der Kinder ist. Mit dem Engagement der Frauen sollen die krankmachenden Wohnverhältnisse und die schlechte Versorgung der Kinder verbessert werden.
Die drei Projekt-Schulen haben aufgrund der hier eingesetzten modernen Didaktik und Pädagogik eine Pionierrolle in der Region eingenommen. Ebenso vorbildhaft sind die aktive Teilhabe der Kinder am Unterricht und der auf ihrer Mitsprache basierte Ablauf.
Noch immer warten über 100 Kinder in Arque auf einen Paten oder eine Patin! Werden Sie heute noch Pate und schenken Sie Zukunft!
Katharina Schabasser