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Seit 25 Jahren setzen wir uns für Kinder in Not in Afrika, Asien und Lateinamerika ein. (Grafik: Martin Renner)

2016 hatte das Olympische Feuer einen ganz besonderen Fackelträger

José war stolz, die olympische Fackel ein Stückchen tragen zu dürfen
José war stolz, die olympische Fackel ein Stückchen tragen zu dürfen

Für José war es der größte Tag in seinem bisherigen Leben: Unter dem Jubel der Menschen auf der Straße, angefeuert von seiner Familie, seinen Schulkameraden und allen seinen Freunden trug der 19-Jährige die Fackel mit dem Olympischen Feuer durch seine Heimatstadt Gravatá. Der begeisterte Sportler mit mehrfacher Behinderung war eines von 180 Kindern und Jugendlichen, die in dem seit 1995 von der Kindernothilfe unterstützten Rehabilitationszentrum (Serviço de Estimulação e Rehabilitação da Criança) gefördert wurden.

Für das SERC-Team bedeutete die Geste, dass „ihr“ José als Träger des Olympischen Feuers ausgewählt wurde, auch einen ganz wichtigen politischen Erfolg: "Jahrzehntelang war es in diesem Land unendlich schwierig“, so Catharina Freire, Sozialarbeiterin bei SERC, „dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in der Öffentlichkeit angemessen wahrgenommen werden - und ihr Recht auf Respekt und Teilhabe akzeptiert wird.“

Übergabe des Olympischen Feuers in Gravatá
Für die Olympischen Spiele 2016 wurde das Feuer
Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro gebracht -
Ein unvergesslicher Moment für José und sein Umfeld.
aus dem griechischen Olympia bis ins
über die nordostbrasilianische Kleinstadt Gravatá.

Auch für José, den Träger des Olympischen Feuers, war das nicht anders. Für ihn, so der Jugendliche selbst, sei diese Fackelträger-Ehre, „eine große Anerkennung und Genugtuung“, auch, weil er als Kind viel zu oft hatte erleben müssen, wegen seiner Behinderung von Schulkameraden wie auch Erwachsenen verlacht, diskriminiert und gemobbt zu werden.