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Seit 25 Jahren setzen wir uns für Kinder in Not in Afrika, Asien und Lateinamerika ein. (Grafik: Martin Renner)

Wenn Träume wahr werden

Das ehemalige Patenkind Peter Mweke aus Nairobi ist heute erfolgreicher Musiker. (Foto: Kindernothilfe)
Das ehemalige Patenkind Peter Mweke aus Nairobi ist heute erfolgreicher Musiker. (Foto: Kindernothilfe)

Wenn Peter Mweke anfängt zu singen und zu rappen, dann kann man sich nicht vorstellen, was dieser junge Mann als Kind so alles erlebt hat. Kurz nach seiner Geburt vor 25 Jahren in Nairobi, Kenia, wurde er von seiner Mutter verkauft. Von seiner Pflegefamilie verstoßen, landete Peter mit gerade einmal fünf Jahren auf der Straße.

Als Straßenkind kämpfte er täglich ums Überleben, um ausreichend zu trinken und zu essen und um einen Schlafplatz. Er zog durch die Slums und stahl, was er fand. Um den Hunger zu betäuben, schnüffelte der Jugendliche giftige Klebstoffdämpfe. Eines nachts wurde er beim Stehlen erwischt und eingesperrt – mit nur zwölf Jahren. „Als ich nach drei Jahren Gefängnis wieder entlassen wurde, sagten die Wärter: ‚Geh nach Hause‘. Aber ich hatte kein Zuhause. Also ging ich zurück auf die Straße“, erinnert sich Peter.

Zum Glück traf Peter auf Sozialarbeiter des Kinderzentrums St. John’s. Dort gibt es eine Schule, Essen, Sportangebote und Erwachsene, die sich um Straßenkinder kümmern. „Eigentlich hätte ich nach der 8. Klasse Mechaniker werden sollen, aber ich wollte singen“, erzählt der heute 25-Jährige. Er schrieb seine eigenen Texte, lernte Gitarre zu spielen und zu rappen.
Heute hilft Peter Mweke Kindern, die sein Schicksal teilen. (Foto: Kindernothilfe)
Heute hilft Peter Mweke Kindern, die sein Schicksal teilen. (Foto: Kindernothilfe)

 

 

Schon bald wurden die Leute auf ihn aufmerksam, und er hatte erste Fans. St. John’s unterstützte seinen besonderen Ex-Schüler. So bekam Peter beispielsweise Geld, um ein eigenes kleines Musikstudio einzurichten. Heute kann er von seiner Musik leben – und nicht nur das. Er fördert Kinder, die ebenfalls Musiker werden wollen, und ermutigt junge Menschen, an ihren Träumen festzuhalten und auf keinen Fall auf der Straße zu landen. Denn das Leben dort – so singt Peter auch in seinen Texten – ist kein Kinderspiel. Sondern eher die Hölle auf Erden.