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Die Kindernothilfe gibt arbeitenden Kindern eine Stimme

Weltweit arbeiten 120 Millionen Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren – teilweise unter gesundheitsgefährdenden, ausbeuterischen Bedingungen. Gemeinsam mit anderen Organisationen hat die Kindernothilfe die Kampagne „Zeit zu reden“ gestartet – eine globale Konsultation der Betroffenen selbst, der arbeitenden Kinder.

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Die Kapagne "Zeit zu reden" gibt arbeitenden Kindern weltweit eine Stimme.

„Zeit zu reden!“– das sind neben der Kindernothilfe andere international tätige Organisationen wie Save the children und Terre de hommes, verschiedene Akteure und Menschen, die sich dafür einsetzen, dass arbeitende Kinder in der Debatte um Kinderarbeit eine Stimme bekommen. Ziel der Kampagne ist es, die bislang vernachlässigte Perspektive arbeitender Kinder im Hinblick auf ihre Situation, die Ursachen von Kinderarbeit und entsprechende Lösungsvorschläge zu sammeln. Und gemeinsam mit betroffenen Kindern auf der 2017 in Buenos Aires geplanten Weltkonferenz der Internationalen Arbeitsorganisation über Kinderarbeit vorzutragen.

Das ist bitter nötig: Denn auf den bisherigen Konferenzen in Venedig, Den Haag und Brasilia kamen arbeitende Kinder kaum zu Wort, die Debatte wurde über ihre Köpfe hinweg geführt. Und das obwohl Kinder ein Recht haben, gehört zu werden und mitzubestimmen wenn es um ihre Angelegenheiten geht. So steht es in Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention. Dieses Recht für arbeitende Kinder zu verwirklichen ist das Anliegen der Kampagne.

Armut ist fast immer die Hauptursache für Kinderarbeit. Wenn die Eltern krank oder ohne Arbeit sind, wenn nur extrem niedrige Löhne gezahlt werden oder die Ernte ausfällt, dann müssen die Kinder zum täglichen Überleben Geld verdienen.

„Es geht uns vor allem darum, Kinderarbeit nicht generell zu verurteilen. Bisher wurde auf ein pauschales Verbot sämtlicher Formen von Kinderarbeit hingewirkt. Wir alle aber wissen, dass das der Lebensrealität der Kinder und Jugendlichen in unseren Projekten nicht gerecht wird. Natürlich treten wir entschieden gegen ihre Ausbeutung auf, aber wer generell gegen Kinderarbeit ist, muss für die Betroffenen auch Überlebensalternativen anbieten können. Daher möchten wir darauf hinwirken, dass international erstmals unter Einbeziehung der Betroffenen eine differenzierte Sicht auf das Thema Kinderarbeit möglich wird“, erklärt Kindernothilfe-Österreich-Geschäftsleiter Gottfried Mernyi den Hintergrund der Kampagne.

Aktuelle Informationen zu "Zeit zu reden" finden Sie auf der Homepage der Kampagne.