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Langfristige Hilfe gegen den Hunger am Horn von Afrika

Kinderzentrum Somalia
Langfristige Hilfe für Familien. Foto: Augustin

Seit Beginn der Dürre am Horn von Afrika leistet die Kindernothilfe mit lokalen Partnerorganisationen Humanitäre Hilfe in Äthiopien, Kenia und Somalia. Dabei wurden die notleidenden Familien vor allem mit Nahrung, Trinkwasser, Zelten und medizinischer Hilfe versorgt. Obwohl die Vereinten Nationen die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika offiziell für beendet erklärt haben, sind noch immer rund 9,5 Millionen Menschen der Region auf Humanitäre Hilfe angewiesen.

Wien, 5.3.2012- Die Kindernothilfe erreicht mit ihrer Hilfe für die Opfer der Dürre bisher mehr als 200.000 Menschen, zwei Drittel davon Kinder. Unter Einbeziehung der betroffenen Bevölkerung bemühen wir uns hier verstärkt um längerfristig wirksame Hilfsmaßnahmen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der sicheren Versorgung mit Trinkwasser. So wurden von der Kindernothilfe Wasseraufbereitungsmaßnahmen wie die Errichtung von Wassertanks, von kleinen Dämmen und Rückhaltebecken für Regenwasser oder die Instandsetzung von Brunnen finanziert.

In Kenia wurden gemeinsam mit Selbsthilfegruppen fünf Getreidebanken aufgebaut. Dabei wird von lokalen Bauern nach der Ernte zu fairen Preisen Getreide aufgekauft und sachgerecht gelagert. Danach wird das Getreide von den Selbsthilfegruppen in den Folgemonaten zu niedrigen Festpreisen an die bedürftigen Familien verkauft. Zudem erhalten die Kleinbauern in der Region dürreresistentes Saatgut, da die zuvor für die Aussaat angelegten Vorräte in Folge der Dürre zur Sicherung des Überlebens verwendet wurden.

Langfristig verhindern die Frauen in den Selbsthilfegruppen mit ihren Lebensmittelbanken nicht nur Hungersnöte, sondern sie stärken die ganze Region umfassend: Die Bauern erhalten für ihre Lebensmittel mehr Geld als früher und können so beispielsweise endlich den Schulbesuch ihrer Kinder finanzieren. Alle anderen haben genügend zu essen und sparen bei ihren Einkäufen. Bei diesem Handel bleibt ein Gewinn übrig, der den Frauen ausreicht, die Lebensmittelbanken fortlaufend selbst zu finanzieren. Mit einem kleinen Teil des Gewinns wird sogar die kostenlose Abgabe von Lebensmitteln an besonders bedürftige Familien in der Region ermöglicht. Um die Maßnahmen der Dürrehilfe in Ostafrika auch langfristig abzusichern, ersucht die Kindernothilfe Österreich weiterhin um Spenden.