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Malawi: Aids bleibt eine besondere Herausforderung

WAZ Weihnachtsreise 2010 Kooperation KNH - WAZ in Malawi (Quelle: Jakob Studnar)
3.000 Kinder bekommen Hilfe. Foto: Studnar

Aids ist im ostafrikanischen Staat Malawi die häufigste Todesursache bei Erwachsenen. Über eine halbe Million Kinder hat die Krankheit bereits zu Waisen gemacht. Vor allem in den ländlichen Gebieten, in denen Armut besonders groß ist, brauchen die von Aids betroffenen Familien dringend Unterstützung.

Wien, 18.4.2012 - Die Kindernothilfe Österreich ruft zu einer Spendenaktion für ein Projekt für 3.000 von Aids betroffene Kinder im Distrikt Ntchisi in Malawi auf. Die Dorfgemeinschaften werden dabei aktiv in die Hauskrankenpflege und Betreuung der von Kindern geführten Haushalte einbezogen. Auch der regelmäßige Schulbesuch wird gefördert; Milchziegen und Saatgut werden an die Bedürftigsten vergeben. Die Hospizbegleitung erarbeitet gemeinsam mit todkranken Eltern kleine Erinnerungsbüchlein. Diese enthalten wichtige Informationen für die Kinder und helfen ihnen später ihr Leben ohne Eltern besser zu meistern.

WAZ Weihnachtsreise 2010 Kooperation KNH - WAZ in Malawi
Im Erinnerungsbuch hinterlassen todkranke Eltern Informationen und Gedanken für ihre Kinder. Oft ist es das einzige, das den Kindern von den Eltern bleibt. Foto: Jakob Studnar

HIV/Aids ist eine besondere Herausforderung für die seit April 2012 in Malawi neu amtierende Präsidentin Joyce Banda. Der wirtschaftlich schwache ostafrikanische Staat müsste zur lückenlosen medikamentösen Versorgung aller Aidskranken im Land rund 8 Prozent der gesamten Staatseinnahmen aufwenden. Obwohl in den letzten Jahren Fortschritte erzielt wurden, warten noch immer rund 250.000 Menschen in Malawi auf die lebensverlängernden antiretroviralen Medikamente.

Die weltweiten Sparprogramme bedrohen insbesondere die Vermeidung der Mutter-Kind-Übertragung des Virus in armen afrikanischen Staaten. Die Kindernothilfe Österreich fordert von der internationalen Staatengemeinschaft mehr finanzielle Mittel für Kinder und werdende Mütter um einen ausreichenden Zugang zu angemessener Gesundheitsvorsorge und HIV-Therapie sicherzustellen. Ohne ausreichendes finanzielles Engagement zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen zur Vermeidung der HIV-Übertragung gefährdet. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, werden sowohl die Zahl der von HIV und Aids betroffenen Kinder, als auch die damit verbundenen Kosten in den nächsten Jahren dramatisch steigen, warnt die Kindernothilfe Österreich.