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Wiederaufbau in Haiti geht gut voran

Amurt
Ein Stück Normalität. Foto: Anger

Zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben gibt es große Fortschritte beim Wiederaufbau. Mit 22 Projekten begleitet die Kindernothilfe insgesamt 17.000 Kinder und ihre Familien in eine bessere Zukunft: Drei von neun geplanten Schulen sind bereits fertiggestellt. Am 12. Jänner 2012, dem Jahrestag der Katastrophe, eröffnet die Kindernothilfe eine Schule im Armenviertel Wharf Jérémie. Auch in Carrefour konnte mit dem Neubau einer der größten Schulen Haitis begonnen werden.

Wien, 9.1.2012 - Politische Instabilität und mangelnde Infrastruktur erschweren aber weiterhin die Arbeit. Viele Zeltstädte sind mittlerweile aufgelöst, einige Lager in den Städten werden sich jedoch voraussichtlich zu dauerhaften Stadtteilen verfestigen. Die Menschen dort brauchen weiterhin internationale Unterstützung, damit sie tragfähige soziale und wirtschaftliche Strukturen entwickeln können.

KNH in Haiti 2010
Notschule in Carrefour. Foto: Studnar

Das umfangreichste Projekt ist der Wiederaufbau der Schule der Ordensschwestern Petites Soeurs in einem Armenviertel der Stadt Carrefour. „Bald werden hier wieder 1.400 Kinder lernen können. Diesmal ohne Angst, bei einem Erdbeben unter Mauerteilen begraben zu werden. Denn die Schule wurde erdbeben- und hurrikansicher gebaut." so Luzia Wibiral, Geschäftsführerin der Kindernothilfe Österreich. Die Kinder in Carrefour haben die schwierige Zeit nach dem Beben mit großer Bravour gemeistert. Mit Hilfe des von der Kindernothilfe geförderten Notschulprogramms haben sogar alle Maturanten im vergangenen Jahr ihren Abschluss geschafft.

Auch im größten Zeltlager Sineas, das sich voraussichtlich zu einem Stadtteil von Prot-au-Prince verfestigen wird, ist die Kindernothilfe weiterhin aktiv. „Um dort die Bewohner in ihrem Kampf gegen die Armut sozial wie wirtschaftlich zu stärken, brauchen sie dringend mehr Zugang zu Bildung", so Wibiral. „Nur so kann sich auch ein funktionierender Stadtteil entwickeln." Die Kindernothilfe bietet daher nicht nur Unterricht für Kinder an, sondern fördert auch Fortbildungsmaßnahmen für Jugendliche und Erwachsene. Dank der Alphabetisierungs-, Handwerks- und Wirtschaftskursen lernen sie beispielsweise selbst ein kleines Unternehmen aufzubauen.