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Fackelträger des Olympischen Feuers kommt aus Kindernothilfe-Projekt

Seit April wird das Olympische Feuer von Griechenland bis nach Brasilien getragen. Eine kleine Etappe durfte ein Jugendlicher mit Behinderung aus einem Kindernothilfe-Projekt im Nordosten Brasiliens absolvieren.

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José als Fackelträger.

Wien/Gravatá, 1.8.2016 – Für José war es der größte Tag in seinem bisherigen Leben: Unter dem Jubel der Menschen auf der Straße, angefeuert von seiner Familie, seinen Schulkameraden und allen seinen Freunden trug der mehrfach behinderte 19-Jährige die Fackel mit dem Olympischen Feuer durch seine Heimatstadt Gravatá. Der begeisterte Sportler ist eines von 180 Kindern und Jugendlichen, die in dem seit 1995 von der Kindernothilfe unterstützten Rehabilitationszentrum (Serviço de Estimulação e Rehabilitação da Criança) gefördert werden.

Für das SERC-Team bedeutet die Geste, dass „ihr“ José als Träger des Olympischen Feuers ausgewählt wurde, auch einen ganz wichtigen politischen Erfolg:

„Jahrzehntelang war es in diesem Land unendlich schwierig“, sagt Catharina Freire, Sozialarbeiterin bei SERC, „dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in der Öffentlichkeit angemessen wahrgenommen werden - und ihr Recht auf Respekt und Teilhabe akzeptiert wird.“ Auch für José, den Träger des Olympischen Feuers, war das nicht anders. Für ihn, so sagt es der Jugendliche selbst, sei diese Fackelträger-Ehre, „eine große Anerkennung und Genugtuung“ , auch, weil er als Kind viel zu oft hatte erleben müssen, wegen seiner Behinderung von Schulkameraden wie auch Erwachsenen verlacht, diskriminiert und gemobbt zu werden.

José Fagner trägt das olympische Feuer durch seine Heimatstadt Gravatá
Der Fackellauf in Gravatá.

Für die lange Reise der Flamme aus dem griechischen Olympia bis zur Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele am 5. August im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro haben die Organisatoren mehrere Zwischenabschnitte in verschiedenen Städten eingeplant – eine davon in Gravatá – einer Kleinstadt mit 80.000 Einwohnern im Hinterland des nordostbrasilianischen Bundesstaates Pernambuco. Rio de Janeiro ist vom 5. bis 21. August nicht nur der Austragungsort der 31. Olympischen Sommerspiele, sondern drei Wochen später - vom 7. bis 18. September – auch der Paralympics - mit Tausenden von Behindertensportlern aus der ganzen Welt.

Für weitere Informationen zur aktuellen Situation von Menschen mit Behinderungen in Brasilien, steht unter folgendem Link ein interessanter Artikel von Jürgen Schübelin, Referatsleiter Lateinamerika der Kindernothilfe e.V. in Deutschland bereit: http://blog.kindernothilfe.org/at/archive/796

Rückfragen:
Vivienne Schneider, MA
Telefon: 01/513 93 30-15
vivienne.schneider@kindernothilfe.at