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Buben in Bolivien. Foto: Jürgen Schübelin

Kinder haben Rechte

Alle Kinder dieser Welt haben ein Anrecht auf ausreichende Ernährung, Bildung und Gesundheitsversorgung. Sie verdienen Schutz, Aufmerksamkeit und Förderung, um später ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben führen zu können. Das haben die Vereinten Nationen 1989 mit ihrer Kinderrechtskonvention festgeschrieben, und fast alle Staaten der Welt haben sich darauf geeinigt.

Bis zur konsequenten Verwirklichung und Wahrung der Kinderrechte ist es aber noch ein weiter Weg: Immer noch leben eine Milliarde Kinder unter 19 Jahren in Armut. Mehr als 171 Millionen werden ausgebeutet, über 200.000 in Kriegen und Konflikten eingesetzt.

Die Kindernothilfe Österreich hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Umsetzung der Rechte von Kindern mit voranzutreiben. Denn wer Kindern in Not nachhaltig helfen will, muss genau das: dazu beitragen, dass ihre Rechte verwirklicht werden. Wir setzen uns verstärkt für die Anliegen von Mädchen und Buben ein, die durch Hunger, Ausbeutung und Gewalt bedroht sind.

Auch in Österreich setzen wir alles daran, um die Verwirklichung von Kinderrechten in Entwicklungsländern voranzutreiben. In Bündnissen wie dem Netzwerk Kinderrechte machen wir national und international Druck auf politische Entscheidungsträger, damit sie sich für Kinder insbesondere in Entwicklungsländern einsetzen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen für sie verbessern.

  • Arbeit nach dem Kinderrechtsansatz

    Die Kindernothilfe arbeitet nach dem Kinderrechtsansatz. Das bedeutet vor allem: Kinder als eigenständige Persönlichkeiten zu behandeln und sie entsprechend zu beteiligen. Es bedeutet außerdem, auf einer klaren Wertebasis zu stehen - den Kinderrechten - und ein klares Ziel zu verfolgen: die Kinderrechte zu verwirklichen.

  • Kinderrechte verwirklichen – aber wie?

    Für die Verwirklichung von Kinderrechten setzen wir uns mit unseren lokalen Partnerorganisationen gegen akute Kinderrechtsverletzungen wie etwa Missbrauch ein. Gleichzeitig wirken wir auf die gesellschaftlichen und politischen Strukturen ein, damit diese langfristig gerechter werden und Erwachsene und Institutionen Kinderrechte verstärkt wahren und verwirklichen.

    Am Anfang eines jeden Projektes steht eine Analyse des Umfeldes: Mit dieser schauen wir, unter welchen Kinderrechtsverletzungen die Mädchen und Buben am meisten leiden. Darauf aufbauend entwickeln unsere Partner unter Einbeziehung der Kinder passende Maßnahmen zur Verwirklichung von Kinderrechten. Dies geschieht auf drei Ebenen.

    1. Die individuelle Ebene: Bei akuten Kinderrechtsverletzungen greifen wir ein, um sie so schnell wie möglich zu beseitigen. Das heißt etwa: Wenn Kinder keine Chance auf Bildung haben, ermöglichen wir sie ihnen. Wenn Kinder Opfer von Ausbeutung wurden, schützen wir sie vor weiterer Ausbeutung. Wenn Kinder hungern müssen oder keinen Zugang zu gesundheitlicher Versorgung haben, helfen wir zuallererst bei diesen grundlegenden Bedürfnissen.

    2. Die zivilgesellschaftliche Ebene: Wir stärken mit unseren lokalen Partnern Kinder, ihre Familien und ganze Gemeinden. Etwa indem wir die Familien über Kinderrechte und ihre Bedeutung aufklären und mit ihnen gemeinsam lernen, wie man sie einfordert, verwirklicht und bewahrt. Zudem unterstützen wir die Menschen dabei, sich besser in der Zivilgesellschaft zu organisieren und zu vernetzen.

    3. Die politische Ebene: Vor Ort wirken unsere Partner auf Politiker und Behörden ein, damit die in der UN–Kinderrechtskonvention garantierten Rechte für Kinder mehr Beachtung finden. In intensiven Gesprächen, aber auch mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit fordern sie den verstärkten Schutz von Kindern sowie Maßnahmen in den Bereichen Bildung und Gesundheit.

Kinder haben Rechte - und zwar ganz besondere

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Kinder haben Rechte: auf Bildung, auf gewaltfreie Erziehung, auf sofortige Hilfe in Katastrophenfällen – und auf Freizeit und Erholung.

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Individualbeschwerderecht

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Am 14. April 2014 trat das 3. Zusatzprotokoll der UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. Kinder dürfen sich nun beim UN-Ausschuss beschweren, wenn ihre Rechte verletzt werden. Österreich hat das Zusatzprotokoll noch immer nicht ratifiziert.

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