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Freiwilliger Internationaler Dienst

Hier berichtet die Salzburger Studentin Stefanie Feuersinger über ihren Freiwilligen Internationalen Dienst im Kindernothilfe-Projekt in Roça Grande, Brasilien.

Besuchen Sie auch Stefanies Blog mit weiteren Einträgen und Fotos.

Roca Grande, Brasilien
Stefanie Feuersinger im Projekt Roca Grande. (Foto: privat)

Oi!

Roça Grande, 9. April 2010

In den letzten Wochen habe ich viel erlebt und es ist einiges passiert, sodass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll. Also zu Beginn, mir geht es gut!!! Fühl mich noch immer wohl in meiner Familie, wir unternehmen auch oft was zusammen und ich bin schon ein echter Teil von ihnen. Im Projekt fühle ich mich auch wohl, kann mich gut einbringen und mit den Mitarbeitern verstehe ich mich auch super, trotzdem haben mir die letzten Wochen gezeigt, dass es auch einige Probleme gibt. Letzten Dienstag war Christiane von der Kindernothilfe in Belo Horizonte hier im Projekt, um mit den Mitarbeitern eine Evaluation des Jahres 2009 zu machen. Ich habe auch daran Teil genommen und dadurch einen tieferen Einblick in das Projekt bekommen. Die Methode, wie Christiane diese Evaluation durchgeführt hat, fand ich echt super, und ich glaube, es hat einigen Mitarbeitern die Augen geöffnet. Kritik, Anregungen aber auch Lob wurden offen ausgesprochen, und bis heute haben wir auch schon einiges davon umgesetzt.

Da es gerade eine Umstrukturierung in der Personalstruktur gibt (die Leiterin des Projekts hat vor einem Monat ein Baby bekommen), glaube ich, ist es nur eine Frage der Zeit bis sich der Ablauf im Projekt wieder eingespielt hat, denn was ich bis jetzt gesehen habe, ist das Team hier sehr engagiert.

Zu meiner Arbeit: Hauptsächlich bin ich zusammen mit dem Sportprofessor für die sportlichen Aktivitäten im Projekt zuständig, trotzdem probier ich aber in allen Bereichen ein bisschen mitzuhelfen. Die sportlichen Aktivitäten sind gut geregelt, aber auch hier haben wir gerade das Problem, dass die Kinder oft nicht teilnehmen wollen, oder nur unregelmässig erscheinen (mit Ausnahme Fussball). Um dies zu ändern, überlegen der Sportprofessor und ich gerade Möglichkeiten, die Kinder zu animieren und ihnen zu zeigen, wie wichtig es ist Sport zu treiben, und wieviel Spass es bereiten kann. Darum werden wir in den kommenden Wochen mal in ein anderes Projekt fahren, um dort mit den Kindern des anderen Projekts und unseren Kindern zusammen einen kleinen Capoeira-Wettbewerb zu machen.

Ausserdem habe ich schon mit Hilfe meiner Mama das Projekt finanziell unterstützen können. Da es hier ziemlich an sportlichem Equipment mangelt, haben Freunde und Bekannte von mir je 20 Euro für ein Paar Turnschuhe gespendet. Unser Ziel waren 20 Paar Turnschuhe, bis heute haben aber schon so viele Leute Geld gegeben, dass wir zusaetzlich noch 16 Fussballschuhe, 40 Sporthosen und den Beitrag für die Fussballmeisterschaft bezahlen konnten.

Wie ihr seht arbeite ich ziemlich viel, aber es ist eine Arbeit die mir Freude bereitet. Auch wenn es Tage gibt, wo ich vor lauter Müdigkeit um 17 Uhr nach der Arbeit ins Bett falle und schlafe, möchte ich gerade nirgendwo anders sein als hier, denn es bereitet mir immer wieder Freude zu sehen, wie fröhlich die Kinder hier sind, obwohl sie nicht viel haben.

Wie ich schon in meiner letzten e-mail geschrieben habe, schreibe ich regelmässig auf meinem Blog (mit Fotos).

Liebe Grüsse aus Brasilien, Stefanie

 

Mittersill, 22. Dezember 2009

Mein Name ist Stefanie, ich bin 24 Jahre alt und komme ursprünglich aus Mittersill im Pinzgau. Seit ca. 5 Jahren lebe ich nun in Innsbruck, wo ich letzten April mein Sportmanagement-Studium abgeschlossen habe. Im Moment stecke ich mitten im Masterstudium für Sportwissenschaften.

Schon lange träume ich davon ins Ausland zu gehen und so hatte ich vor einem Jahr die Idee einen „freiwilligen internationalen Dienst“ zu machen. Auslöser dafür war die Übernahme einer Kinder-Patenschaft der Kindernothilfe. Meine Bewerbung wurde sofort positiv aufgenommen, und somit wurde aus dem Wunsch ein Kind durch eine monatliche Spende zu unterstützen und der Idee dieses Kind kennenzulernen, der Traum in diesem Projekt selber mitzuarbeiten. Der Schwerpunkt dieses Projektes, nämlich Sport und Tanz, kommt meinem Studium sehr zugute. Ich plane meine Diplomarbeit diesem Thema zu widmen.

Dieser Traum wird nun am 7. Februar endlich wahr werden. Ich werde in das ferne Brasilien aufbrechen. In der Nähe von Belo Horizonte werde ich in einem Projekt in „Roça Grande“, einer Kindertagesstätte, tätig sein. Belo Horizonte ist die Hauptstadt des Bundesstaates Minas Gerais und liegt im Südosten des Landes.

Ich habe mich jetzt 1 Jahr auf diesen Aufenthalt vorbereitet. Dazu gehörten ein Portugiesisch Sprachkurs, portugiesiche Filme und ein 10-tägiger Vorbereitungskurs in Köln. Zahlreiche organisatorische Dinge halten mich vermutlich noch bis Ende Jänner auf Trab.

Vermutlich muss ich dort in Situationen hineinwachsen, Sachen sehen und erleben, die ich nie erwartet hätte. Aber wahrscheinlich werde ich auch mit Dingen konfrontiert, die ich nie erwartet hätte. So werden sowohl Freude und schöne Momente, aber auch vermutlich Rückschläge und Enttäuschungen Teil dieser 7-monatigen Erfahrung werden. Trotzdem freue ich mich schon sehr und kann es kaum noch erwarten, dass es endlich los geht. Ich werde regelmäßige Up-Dates auf meinen Blog stellen.

Wünscht mir viel Glück!

Tchau eure Stefanie

 

Unterstützen Sie die Kinder in Roca Grande/Brasilien und werden Sie Pate!

Artikel über Stefanies Zeit in Brasilien in den Salzburger Nachrichten, vom 9.11.2011