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Bildung ist für die Kinder in Ruanda keine Selbstverständlichkeit. (Foto: Shutterstock)

Berufsausbildung für jugendliche Schulabbrecher

In Ruanda sind 47% der Bevölkerung unter 18 Jahre und obwohl 94% aller Buben und 96% aller Mädchen, egal ob in der Stadt oder am Land, eingeschult werden, schließt weniger als die Hälfte die 6-jährige Grundschule ab. Ursachen hierfür sind unter anderem eine schlechte Lehrqualität und mangelhafte Ausstattung der Schulen sowie die Armut vieler Eltern und Kinderarbeit. Doch ohne Ausbildung hat der Großteil von ihnen keine Zukunftsperspektiven. Sie bleiben später arbeitslos, lebt von der Hand in den Mund, treibt sich auf der Straße herum und rutscht in die Drogenszene und Kleinkriminalität ab.

Das Kindernothilfe-Projekt gibt Starthilfe

Hier setzt das Gemeinwesen-/Selbsthilfegruppenprojekt der Kindernothilfe an, das gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation African Evangelistic Enterprise (AEE) u.a. auf die die Verbesserung der Situation der Jugendlichen aus benachteiligten, ärmlichsten Verhältnisse in der Region südlich von Huye abzielt.

Durch so genannten Community Based Trainings (Schulungen für Jugendliche, die sich an den lokalen Bedürfnissen in den jeweiligen Gemeinden orientieren) bekommen Schulabbrecher eine Berufsausbildung, wie zum Beispiel zum Frisör, Schneider oder Fahrradmechaniker. Das ist oft die einzige Chance für sie, jemals gut für sich selbst und ihre Familien sorgen zu können.

Mit einer Mandazi-Bäcker-Ausbildung zum regelmäßigen Einkommen

Ein solches CBT ermöglicht auch die Ausbildung zum Mandazi-Bäcker, die auch der 16-jährige Patrick erfolgreich absolviert hat. Jetzt versorgt er täglich gemeinsam mit den anderen Mandazi-Profis die Bewohner seiner Gemeinde mit den nahrhaften Brötchen und verfügt so über ein regelmäßiges Einkommen.

100 solcher Brötchen verkaufen die Jugendlichen pro Tag ab Hof und verdienen so rund 10.000 Ruanda-Franc (umgerechnet rund 10 Euro). Einen Teil davon behält Patrick selbst, der Rest wird in Öl, Mehl, Germ, Zucker und Backpulver reinvestiert oder gespart. Schon bald wollen sich Patrick und die übrigen Mandazi-Profis des kleinen Hinterhofs eine bessere Ausstattung an Töpfen und Schüsseln leisten.

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