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Essensverteilung nach dem Taifun auf den Philippinen, 2013. Foto: Kindernothilfepartner

Humanitäre Hilfe - bei Katastrophen schnell und nachhaltig helfen

Ob Taifun, Erdbeben, Tsunami, Dürre, Überschwemmung oder Bürgerkrieg - Katastrophen und Konflikte zerstören in kurzer Zeit, was Menschen über Generationen aufgebaut haben. Und treffen Kinder und ihre Familie meist am schlimmsten. Hier heißt es, schnell vor Ort zu sein und den Betroffenen Unterstützung zu bieten. Akute Not zu lindern ist aber nur der erste Schritt unserer Humanitären Hilfe. Wir ermöglichen den Menschen, dass sie die Not nachhaltig überwinden, Zerstörtes wieder aufbauen und neuen Krisen vorbeugen können.

Humanitäre Hilfe muss professionell organisiert werden, um etwas zu bewirken. Deshalb basiert die Katastrophenhilfe der Kindernothilfe auf international anerkannten Handlungsempfehlungen wie dem Code of Conduct, den die Föderation des Internationalen Roten Kreuz und der Rote Halbmond mit führenden internationalen Nichtregierungsorganisationen 1994 aufgestellt haben.

Oberstes Ziel unserer Humanitären Einsätze sind Überleben und Schutz von Kindern und Jugendlichen. Denn sie leiden oft am meisten unter Katastrophen und brauchen entsprechend auch besondere Unterstützung. Oft sind die Erwachsenen so damit beschäftigt, das Überleben der Familie zu sichern, dass sie wenig Zeit haben, um sich um die seelischen Verletzungen der Kinder zu kümmern. Diese können die traumatischen Erlebnisse am ehesten verarbeiten, wenn sie möglichst schnell zu einem vertrauten Tagesablauf zurückkehren.

  • Soforthilfe und Kinderzentren

    Die Soforthilfe läuft so schnell wie möglich nach einer Katastrophe an. Die Betroffenen bekommen medizinische Hilfe, Lebensmittel, Kleidung, Notunterkünfte und alles, was sie zum Überleben benötigen.

    Wir achten dabei vor allem auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und darauf, dass die Hilfe auch bei ihnen ankommt. Etwa bei der Nahrung: Während Erwachsene längere Zeit unbeschadet mit Reis und Wasser überleben können, brauchen Kinder hochenergetische Nahrung, um solche Notsituationen ohne langfristige Gesundheitsschäden zu überstehen. Um Kindern die bestmögliche Hilfe während und nach Katastrophen zu gewährleisten, richten wir so schnell wie möglich Kinderzentren ein: Das sind speziell geschaffene Räume – häufig innerhalb von Notunterkünften –, in denen Kinder Schutz, Essen, Unterricht, Spielmöglichkeiten und medizinische sowie psychologische Betreuung bekommen.

  • Wiederaufbau

    Nach Katastrophen unterstützen wir den Wiederaufbau von Gebäuden – vor allem von Kindertagesstätten und Schulen. Je schneller die Kinder wieder die Möglichkeit haben, in die Schule zu gehen, desto schneller haben sie die Chance, wieder ein geregeltes Leben zu führen und eine bessere Zukunft aufzubauen. Unsere Wiederaufbau-Maßnahmen geschehen in enger Absprache und Planung mit den staatlichen Behörden des betroffenen Landes und unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung.

  • Prävention und Nachhaltigkeit

    Bereits während der akuten Krisenbewältigung treffen wir notwendige Vorbereitungen für spätere nachhaltige Entwicklungsprojekte. Denn die Betroffenen sollen so schnell wie möglich wieder selbstständig werden, anstatt langfristig von externer Hilfe abhängig zu sein. Dazu unterstützen wir sie etwa dabei, ihre Ernährungs- und Existenzsicherung wieder selbst in die Hand zu nehmen. Und wir fördern den Aufbau von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, die die Menschen und ihre Gemeinden eigenständig tragen können. Die Hilfe zu einer solchen Entwicklung ist zugleich eine wichtige Katastrophenvorsorge. Denn sie verbessern die Lebensbedingungen der Bevölkerung insgesamt und bereiten die Menschen so gut wie möglich auf eventuelle neue Katastrophen vor.

  • Lokale Partner vor Ort

    Auch im Katastrophenfall arbeitet die Kindernothilfe mit erfahrenen lokalen Partnerorganisationen zusammen. Sie kennen Kultur und Menschen genau, wissen, welche besonderen Probleme und Bedürfnisse es gibt. Und: Die einheimischen Organisationen sind langfristig vor Ort, auch wenn die Krise wieder aus dem Blick der Weltöffentlichkeit geraten ist. Die Nähe der Partner zu den Menschen im Katastrophengebiet schafft Vertrauen.

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