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Fairer Handel für faire Arbeit weltweit

Faire und angemessene Arbeitsbedingungen, ein gerechter Lohn und eine soziale Absicherung – das alles ist in Österreich für viele Menschen gang und gäbe. In vielen Entwicklungsländern sind die Arbeitsbedingungen jedoch von Ausbeutung gekennzeichnet, der Lohn ist zu niedrig und gesundheitliche Risiken drohen aufgrund mangelnder Vorsorgemaßnahmen. Nicht selten müssen Kinder arbeiten, weil das Einkommen der Erwachsenen für das Überleben der Familie nicht ausreicht. Mit der Förderung des Fairen Handels setzt sich die Kindernothilfe für angemessene Arbeitsbedingungen weltweit ein. Damit Eltern ein ausreichendes Einkommen und faire Konditionen haben und Kinder in die Schule gehen können, anstatt auf Feldern zu schuften. Jeder von uns kann dazu beitragen – durch den Konsum fairer Produkte.

Ziel des Fairen Handels ist es, den Konsum verantwortlich zu gestalten und so die Armut im Süden abzubauen. Fairtrade steht für ethisches Handeln, Nachhaltigkeit und Transparenz - und baut so eine Brücke zwischen Produzenten und Verbrauchern. Kunden, die Fairtrade‐Produkte kaufen, leisten durch ihren Einkauf einen konkreten Beitrag dazu, das Leben von Bauernfamilien durch angemessene Löhne nachhaltig zu verbessern. Auch der Schutz und Erhalt der Umwelt sind wichtige Bestandteil im Fairtrade‐System.

Faire Produkte - welche gibt es und wo kann man sie kaufen?

Faire Produkte gab es früher nur in ausgewählten Reformgeschäften. Mittlerweile haben sie Eingang in die Supermarktregale der Industrieländer gefunden. In rund 125 Ländern werden fair gehandelte Produkte verkauft, weltweit sind mehr als 30.000 Fairtrade-Produkte im Handel. Der größte Absatzmarkt ist nach Angaben von Transfair in Großbritannien zu finden, aber auch in anderen Ländern steigen die Verkaufszahlen und es werden weiterhin neue Märkte erschlossen. Neben Kaffee, Blumen, Bananen und anderen Südfrüchten, Fruchtsaft, Tee, Kakao, Schokolade, Zucker oder Honig findet man auch Wein, Reis, Sportbälle oder Textilien aus Baumwolle. Im Jahr 2014 gaben Konsumenten weltweit mehr als 5,9 Milliarden Euro fürFaitrade-Produkte aus. Vor allem zeigten Kakao (+24 Prozent), Bananen (+18 Prozent) und Kaffee (+12 Prozent) ein erfreuliches Wachstum, bilanziert Fairtrade International.

In Österreich sind mehr als 1.150 Produkte aus fairem Handel erhältlich, Wachstumstreiber sind vor allem Heißgetränke und Süßwaren. Im ersten Halbjahr 2015 wurden in Österreich immerhin 90 Millionen Euro für Fairtrade-Produkte ausgegeben, so Fairtrade Österreich.

  • Die Kindernothilfe und fairer Handel

    Die Verbindung von nachhaltigen Anbaumethoden, fairem Handel, dem Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit und Armutsbekämpfung ist uns als Kindernothilfe Österreich ein besonderes Anliegen. Denn Armut ist eine der Hauptursachen für Kinderarbeit. Wenn die Eltern krank oder ohne Arbeit sind, wenn nur extrem niedrige Löhne gezahlt werden oder die Ernte ausfällt, dann müssen auch die Kinder mithelfen - und das zum Übeleben notwendige Geld verdienen.

    Patenkinder bei der Feldarbeit in Sidlangatsini (Quelle: Ralf Krämer)
    Faire Preise helfen im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Quelle: Krämer

    Sechs von zehn arbeitenden Kindern sind in der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei und der Jagnd beschäftigt. Sie arbeiten oft sieben Tage die Woche, zehn bis zwölf Stunden am Tag - und das für einen Hungerlohn. Allein auf dem afrikanischen Kontinent bestellen nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation bis zu 70 Millionen Kinder die Felder, sprühen Insektizide, helfen bei der Ernte oder bedienen schwere Maschinen. Ihre billige Arbeitskraft ist der Grund für unsere niedrigen Preise. Es gilt also, sowohl den fairen Handel zu stärken, als auch Maßnahmen gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu setzen und Familien und Kinder in Not so zu fördern, dass sich ihr Leben nachhaltig verbessert.

    Wie fairer Handel Kinder- und Frauenrechte stärkt und wie ausbeuterische Kinderarbeit bekämpft werden kann lesen Sie in diesem gemeinsamen Themenpapier von Fairtrade und der Kindernothilfe Österreich.

  • Die Kindernothilfe und faire Schokolade

    Wer gerne nascht, kann dabei nun auch Kinder in Bolivien unterstützen: Die österreichische Schokoladenmanufaktur hat eigens für die Kindernothilfe Österreich die Schokolade "Helfen und Naschen" produziert, die sowohl im Handel, als auch online erhältlich ist.

    Zotter Schokolade für die Kindernothilfe (Quelle: Zotter)
    Zotter-Schokolade für die Kindernothilfe Österreich. Quelle: Zotter

    Die gesamte Erzeugung aller Zotter-Tafeln erfolgt in der eigenen Manufaktur in der Steiermark. Der fair gehandelte Bio-Kakao wird direkt eingekauft, geröstet, gemahlen, gewalzt und conchiert - auch aus Bolivien kommen einige der Kakaobohnen. „Ich war selbst schon dort, um unsere Kakaobauern zu besuchen. Ihnen geht es zwar gut, weil sie einen fairen Lohn bekommen und als Kleinbauern mit ein paar Hektar alles anbauen, was sie zum Leben brauchen. Aber so geht es nicht jedem dort“, erzählt Zotter von seinen Eindrücken. Mit der neuen „Helfen und Naschen“-Schokolade für die Kindernothilfe will der Chocolatier daher zeigen, „dass die Welt nicht vor der Haustüre endet. Gerade durch unseren Konsum müssen wir lernen, global Fairness zu schaffen. Durch die Kooperation mit der Kindernothilfe kommt die Hilfe bei den Kindern an – und Kinder sind schließlich unsere Zukunft.“

    Hier lesen Sie mehr über die Kooperation von Zotter und der Kindernothilfe Österreich.

     

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