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Schulkinder in Bangladesh. Foto: Jana Neunert

Schule und Gesundheit ermöglichen

Patenschaftsprojekt 26801/Nilphamary, Bangladesch/Projektdauer Oktober 2005 bis Dezember 2013

Das Gemeinwesenprojekt Nilphamary, das sich im Bezirk Nilphamary in Bangladesch befindet, wird seit 2005 von der Partnerorganisation der Kindernothilfe Bangladesh Nazarene Mission (BNM) durchgeführt.

Nach über neunjähriger Projektlaufzeit werden die zukünftigen Projektaktivitäten nun von der Gemeinschaft vor Ort weitergeführt.

Im August 2004 begann BNM in Vorbereitung auf das Gemeinwesenentwicklungsprojekt mit der Gründung von Frauenselbsthilfegruppen in der Region Nilphamary (in den Dörfern Akashkuri, Darihara, Dubachhuri, Kachua, Kakai Bargachha, Lakshmichap, Nrisina, Sahadeb Bargacha, Dharmapal und Banshdaha).

Die Selbsthilfegruppen wurden in zehn Dörfern ins Leben gerufen und standen Frauen offen, die unter der Armutsgrenze lebten. Ende 2013 existierten bereits über 150 Selbsthilfegruppen mit über 2.200 Mitgliedern. Zusätzlich nahmen mehr als 2.000 Frauen an Kursen über Einkommen schaffenden Maßnahmen teil. Die Frauen werden bei der Umsetzung von kleinen Geschäftsideen wie dem Verkauf am Markt, der Arbeit als Schneiderin oder dem Aufbau kleiner Viehzuchten beraten.

Die Frauen in den Selbsthilfegruppen treffen sich regelmäßig. Sie sparen kleine Beträge und vergeben Kleinkredite an ihre Mitglieder, die damit die neuen Geschäftsideen umsetzen können. Mit einem Kredit von einigen wenigen Euro können beispielswiese Hühner für eine Viehzucht angeschafft werden.

Auch soziale Anliegen werden in den Frauengruppen diskutiert. Dank ihrem selbstbewussten Einsatz für die Rechte von Frauen und Mädchen haben sich Mitgiftforderungen und die Gewalt an Frauen im Projektgebiet stark verringert. Kinderverheiratung konnte im Projektgebiet sogar völlig abgeschafft werden!

Näharbeiten (Foto: Jana Neunert)
Kleinkredite ermöglichen den Frauen der Selbsthilfegruppen die Verwirklichung von Geschäftsideen.

Aus den Frauengruppen haben sich wiederum Frauen in übergeordneten Cluster Level Associations (CLA) zusammengeschlossen. Die Vertreterinnen nahmen in den vergangenen Jahren aktiv an Vernetzungstreffen, Seminaren und Diskussionsforen in der Region teil und sind in den Komitees der Lokalregierung vertreten. Hier werden sie sich auch in Zukunft für die Belange der armen und bedürftigen Menschen in ihren Dörfern einsetzen.

Neben der Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen betreiben über zehn CLAs auch gemeinsame Projekte wie zum Beispiel eine Fischzucht, Viehzucht und die Herstellung von Matten. Durch den Verkauf der hergestellten Produkte erhalten die Frauen ein zusätzliches Einkommen, das sie für die Versorgung ihrer Familien und für den Schulbesuch ihrer Kinder nsetzen.

Mitte des Jahres 2012 wurde eine sogenannte Federation als Dachverband der CLAs gegründet. Durch die Arbeit der Federation konnten die Frauen Kontakte zu den Bezirksvertretern und anderen Leistungsträgern herstellen und so die Errichtung einer Stromversorgung für die Gemeinden erreichen. Ein großartiger Erfolg für die Frauengruppen!

Bildung

Zu Projektbeginn wurden sechs Vorschulen errichtet, in denen die Kinder Bangla (die lokale Sprache) und Englisch lernten sowie an Vorführungen und Sportveranstaltungen teilnehmen konnten. Ende 2012 wurde die Verantwortlichkeit für die Vorschulen an die Frauen in den CLAs übergeben, die diese seither erfolgreich weitergeführen und drei weitere Vorschulen errichtet haben. Jährlich besuchen über 200 Kinder die Vorschulen. Die Kinder werden dort liebevoll betreut und gefördert. Während ihre Eltern arbeiten, erhalten sie nahrhafte Mahlzeiten und eine gute Vorbereitung auf die Schule.

Neben der Bildung für die Kinder ist auch die Weiterbildung für die Erwachsenen wichtig. Die Eltern nehmen an Schulungen zu verschiedenen Themen teil. So wurden sie zum Beispiel in der Errichtung eigener Gemüsegärten angeleitet und sind seither in der Lage, ihren Kindern nahrhafte Mahlzeiten mit der Ernte aus den Gärten zuzubereiten. Die Kinder profitieren von einer vitaminreichen und ausgewogenen Ernährung, die die Mütter ihren Kindern dank der neuen Gärten selbst bieten können.

Viele der Frauen in den Selbsthilfegruppen konnten nicht lesen und schreiben, deshalb waren sie oft unsicher und trauten sich nichts zu. Die Selbsthilfegruppen organisierten Unterricht für ihre Mitglieder und über 300 Frauen haben so lesen, schreiben und rechnen gelernt. So können die Frauen auch ihre Söhne und Töchter beim Lernen unterstützen und sind unabhängig beim Verwirklichen ihrer Geschäftsideen.

Gesundheit und medizinische Versorgung

Zu Projektbeginn wurde durch Entwurmungskuren und Verteilung von Vitaminpräparaten der allgemeine Gesundheitszustand der Kinder, der schwangeren Frauen und stillenden Mütter verbessert. Ein Sanitäter wurde ausgebildet, der in einer Dorfklinik auch die medizinische Beratung und Erstversorgung für die Menschen in den Dörfern sicherstellt. Durch die Arbeit der Federation wurde eine mobile Klinik geschaffen. Zweimal pro Woche kommen jetzt ein Arzt und eine Mitarbeiterin der Gesundheitsbehörde in die Dörfer und bieten eine Sprechstunde an. Besonders für schwangere Frauen und Neugeborene sind regelmäßige Untersuchungen und medizinische Kontrollen wichtig.

Hier wurden durchschnittlich über 1.000 Patienten behandelt, mehr als die Hälfte davon waren Kinder. In den Dörfern sind außerdem 15 Hebammen tätig die laufend an Fortbildungen teilnehmen. So hat sich die Gesundheit von schwangeren Frauen, jungen Müttern und ihren Säuglingen deutlich verbessert.

In Veranstaltungen wurde auch auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen aufmerksam gemacht und durch die Mitglieder der CLAs Rollstühle an körperlich beeinträchtigte Kinder verteilt.

Neben all diesen Maßnahmen wurden auch noch andere Aktivitäten wie Kinderclubs, Aufforstungsmaßnahmen und Sensibilisierung für den Umweltschutz abgehalten.Heute haben die Dorfbewohner die Verantwortung für die Aktivitäten übernommen und helfen sich gegenseitig, weil sie erkannt haben, dass sie auch in Zukunft gemeinsam viel bewirken können. Herzlichen Dank!

Die beschriebenen Veränderungen wurden mit Ihrer Unterstützung und einem Selbsthilfekonzept möglich, das die Familien von Beginn an in die Ausarbeitung und Umsetzung der Hilfsmaßnahmen einbezieht.

Wir danken Ihnen im Namen Ihres Patenkindes und aller Familien für Ihren wertvollen Beitrag und wünschen Ihnen eine gute und frohe Zukunft!

Ihre Mitarbeiter des Nilphamary Projekts und der Kindernothilfe Österreich

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