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Mädchen in Cua vor ihrer Schule. Foto: Schübelin

Gemeinsam zu nachhaltigen Verbesserungen

Patenschaftsprojekt 80029/Cuá, Guatemala/Dezember 2008 bis Dezember 2013

Das Gemeinwesenprojekt Cuá, das sich in der Gemeinde Tacaná im Departamento San Marcos in Guatemala befindet, wird seit Ende 2008 von der Partnerorganisation der Kindernothilfe Fundación Agros Guatemala durchgeführt.

Als 2005 der Wirbelsturm „Stan" im Nordwesten Guatemalas eine Schneise der Vernichtung hinterließ, waren im Department San Marcos vor allem die Armen betroffen. Die indigene Bevölkerung, die schon bisher kaum von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft auf den kargen Böden in der Bergregion leben konnte, stand vor dem Nichts. Das Koordinationsbüro der Kindernothilfe in Guatemala engagierte daraufhin eine Psychologin, die psychologische Soforthilfe für die betroffenen Familien und die Gemeinde leistete. Hierbei lag das Augenmerk besonders auf Frauen und Kindern. Die Soforthilfe führte dazu, dass sich die Frauen organisierten und der Kindernothilfe einen Projektvorschlag unterbreiteten, der auf nachhaltige Entwicklung der Gemeinde abzielte. So entstand das Projekt Cuá, das auf fünf Säulen basiert: Gemeindeorganisation, Bildung, Wohlergehen der Familien, Einkommensverbesserung und Umweltschutz.

Projektbesuch Juni 2011 Guatemala Cua (Quelle: Hannah Rinnhofer)
Bessere Nahrung für die Kinder von Cùa!

Ziel des Projekts war die Verbesserung der Lebensbedingungen für die Kinder und ihre Familien in Cuá durch unterschiedliche nachhaltige Aktivitäten. Zu diesen Aktivitäten zählten die Förderung von Organisations- und Beteiligungsprozessen in der Gemeinde, die Verbesserung des Bildungssystems, die Aufwertung der Lebensqualität, die Verbesserung der Einkommenssituation sowie Erhaltung und Schutz der Umwelt.

Es konnten wichtige Erfolge in den genannten fünf Bereichen verzeichnet werden.

  • Im Bereich der Gemeindeorganisation wurde zunächst die rechtliche Anerkennung der Asociación Femenil Cuaenses (AFECU) (dt.: Vereinigung der Frauen aus Cuá) erwirkt, die nun bei Entscheidungen auf lokaler, politischer Ebene miteinbezogen wird. Auch hinsichtlich eines Projekts auf Gemeindeebene, bei dem es um die Verbesserung des landwirtschaftlichen Anbaus ging, wurden die Anregungen der Frauen berücksichtigt. Zudem wurde ein Kinder- und Jugendkomitee gegründet, das von der Gemeinde anerkannt wird und bei Entscheidungsprozessen mitgestalten kann.
  • Auch im Bildungsbereich konnten beachtliche Verbesserungen erreicht werden. Für die örtliche Schule hat das Projekt unter anderem Schulbänke, Tafeln und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt. Zudem wurde ein Computerzentrum eingerichtet, von dem, neben den Schulkindern, auch die erwachsenen Gemeindemitglieder profitieren. In einem neu gegründeten Früherziehungszentrum können sich die Mütter zu den Themen Entwicklung von Kleinkindern und frühkindlicher Erziehung informieren und weiterbilden. Durch die frühkindliche Bildung wurde den Kindern insbesondere der Schuleinstieg erleichtert. Sie lernten schneller Schreiben und hatten keine Probleme Lern- und Leistungsanforderungen zu erfüllen.
  • Die Eltern lernten im Rahmen der sogenannten „Elternschule“ viel über Erziehung und insbesondere über Kinderrechte. Zudem gibt es nun auch eine kleine Musikschule für die Kinder der Gemeinde.
  • Was das Wohlergehen der Familien angeht, so hat sich die Ernährung der Kinder, Jugendlichen und Frauen durch das Anlegen von familieneigenen Gärten und die Kleintierzucht maßgeblich verbessert. Darüber hinaus fanden verschiedene Workshops zu Themen wie Sexualität und sexuell übertragbare Krankheiten für Kinder, Jugendliche und Eltern statt. Verbesserungen an den Häusern der Familien haben dazu beigetragen, eine würdige Wohnsituation sowie den Zugang zur Grundversorgung mit Wasser und Kanalisation zu gewährleisten.
  • Zur Einkommensverbesserung haben insbesondere Maßnahmen zur Erhöhung der landwirtschaftlichen Anbauqualität beigetragen. So wurden die Familien beispielsweise geschult, Mischkulturen auf dem Feld anzulegen. Außerdem werden Gemüse und Getreide ab sofort organisch angebaut, um einerseits den Ertrag der Ernte zu erhöhen und andererseits die Qualität der Ernte zu verbessern. In den Gewächshäusern, die vom Projekt bereitgestellt wurden, können die Frauen nun selbstständig arbeiten und ihre Produkte (z. B. Tomaten, Zwiebeln oder Pilze) anschließend auf dem Markt der Gemeinde verkaufen.
  • Durch Schulungen konnte in der Gemeinde ein größeres Bewusstsein hinsichtlich des Umweltschutzes und der Erhaltung der natürlichen Ressourcen geschaffen werden. Auch die Kinder wurden hierbei intensiv einbezogen. In Gruppen führen sie mittlerweile Aufforstungsaktivitäten in verschiedenen Bezirken der Gemeinde durch.

Zu den größten Erfolgen, die durch die Projektarbeit verzeichnet werden konnten, gehören die

  • Einbindung der Frauen in bedeutende Entscheidungsprozesse der Gemeinde
  • Erhöhung der Anzahl der Kinder, die die Grundschule beenden und die Sekundarschule besuchen
  • Sensibilisierung der Familien für verschiedene Themen wie z. B. Kinderrechte, damit ein Bewusstsein dafür geschaffen wird, wie wichtig dieses Thema ist und wie es zur Weiterentwicklung der Gemeinde beitragen kann
  • Entwicklung von Geschäftsideen für Frauen, damit sie mit den erwirtschafteten Mitteln für den Unterhalt der Familie sorgen können und somit zu einer Verbesserung der finanziellen Lage und der Ernährung beitragen
  • Schaffung eines erhöhten Umweltbewusstseins in der Gemeinde

Wir möchten uns bei allen Patinnen und Paten und allen Spendern und Spenderinnen ganz herzlich bedanken! Durch ihre Unterstützung haben Sie maßgeblich zur Verbesserung der Lebensumstände der Kinder und ihrer Familien beigetragen.

Auch für das uns entgegengebrachte Vertrauen in die Menschen der Gemeinde möchten wir uns bedanken.

 

 

 

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