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Mädchen an der Tafel. Foto: Ralf Krämer

Kindern Wünsche erfüllen

Patenschaftsprojekt 20377/Andhra Pradesh/Projektdauer April 2007 bis März 2014

Genug zu essen und die Schule besuchen zu können - das wünschten sich die Kinder in unserem Projekt im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Sie lebten mit ihren Familien in bitterster Armut. Die meisten dieser Familien gehören der untersten Kaste an oder sind kastenlos. Die Kindernothilfe setzte sich für die Verbesserung ihrer Lebensumstände Es haben mehr als 2.000 Haushalte und fast 2.000 Kinder von den umfangreichen Projektaktivitäten profitiert.

Zu Beginn der Arbeit lebten zwei Drittel der Familien unter der Armutsgrenze und die Säuglingssterblichkeit war hoch. Mangel- und Unterernährung, Husten sowie Durchfall waren vor allem bei den Kindern weit verbreitet. Es gab zu wenige Betreuungseinrichtungen und viele Kinder verließen frühzeitig die Schule. Von Anfang an waren Kinder und Erwachsene in alle Projektaktivitäten eingebunden.

Selbsthilfegruppen, frühkindliche Betreuung, Lernzentren und gesundheitliche Versorgung

Schlafendes Baby auf dem Arm eines Mitglieds einer Frauenselbsthilfegruppe (Quelle: Kumar, Rajiv)
Die Erfolge der Selbsthilfegruppen kommen den Kleinsten zugute!

Gleich zu Beginn der Zusammenarbeit gründeten sich insgesamt 100 Selbsthilfegruppen. Ihre Mitglieder unterstützen sich gegenseitig bei der Aufnahme von günstigen Krediten und der Umsetzung kleiner Geschäftsideen, wie dem Verkauf von Früchten, Gemüse oder der Eröffnung von kleinen Geschäften. So gelang es den Familien, die zuvor unter der Armutsgrenze lebten, ihr Einkommen zu erhöhen. Durch regelmäßige Treffen und viele Gespräche entwickelte sich bei den Beteiligten das Bewusstsein sich für ihre individuellen Wüsche und Bedürfnisse sowie für das Gemeinwohl, vor allem das Wohl ihrer Kinder, einzusetzen.

Ein besonderes Anliegen war die Durchführung von umfangreichen Aktivitäten zur frühkindlichen Entwicklung: sieben Kindergärten (Balwadi genannt) wurden errichtet, in denen Kleinkinder nahrhafte, gesunde Mahlzeiten erhalten. Die Mädchen und Buben werden liebevoll gefördert und können unbeschwert Kind sein. Ihre Eltern sind dankbar für das neue Angebot, denn so ist die Betreuung ihrer Kinder gesichert, während sie bei der Arbeit sind.

Um die Schulkinder besser zu fördern, wurden Lernzentren eingerichtet. Dort bekommen die Kinder Hilfe bei ihren Hausaufgaben und Förderunterricht, wenn sie in der Schule Probleme haben. Darüber hinaus werden Sportaktivitäten und Spielerunden angeboten, die den Kindern besondere Freude machen. Auch Themen wie Umweltschutz stehen am Programm. Besonders erfreulich: Dank der guten Förderung brechen keine Kinder mehr die Schule ab!

Auch die Gesundheitsversorgung im Projektgebiet hat sich wesentlich verbessert. Die Selbsthilfegruppen haben sich bei der zuständigen Behörde dafür eingesetzt, dass zweimal im Monat ein mobiler Gesundheitsdienst ins Projektgebiet kommt.

Krankheiten werden diagnostiziert, behandelt oder in schwierigen Fällen werden die Patienten in ein Krankenhaus überwiesen. In den Schulen und Kindergärten werden alle Kinder regelmäßig untersucht und geimpft. Schwangere Frauen und junge Mütter erhalten verstärkte medizinische Betreuung oder Begleitung bei der Geburt.

Bei regelmäßigen Informationsabenden haben die Mütter und Väter mehr über gesunde Nahrung für ihre Kinder und die Vorbeugung von Kinderkrankheiten erfahren. Dadurch hat sich der Gesundheitszustand der Kinder maßgeblich verbessert. Auch die Wahrung der Rechte ihrer Kinder (beispielsweise dem Recht auf Bildung) war Thema bei den Elterntreffen und hat einen positiven Wandel im Verhalten der Eltern gegenüber ihren Kindern bewirkt.

Neben der Hilfe für Kinder wurden auch Jugendliche und Erwachsene unterstützt: Arbeitslose Jugendliche konnten an Kursen zur Berufsausbildung teilnehmen, viele Bauern erhielten Informationen über verbesserte landwirtschaftliche Methoden und Viehzucht. Älteren Menschen in der Gemeinschaft wurde bei der Beantragung staatlicher Pensionen geholfen. Insgesamt hat sich das Einkommen in den Haushalten im Projektgebiet wesentlich erhöht.

Einige statistische Werte verdeutlichen die erreichten Projekterfolge:

Statistik Projekt 20377

In den letzten zwei Jahren der Zusammenarbeit wurden die Männer und Frauen in den Selbsthilfegruppen verstärkt dabei unterstützt, sich auf die zukünftige Eigenständigkeit vorzubereiten. Seit April 2014 werden die Projektmaßnahmen von den Selbsthilfegruppen eigenständig weitergeführt, damit auch in Zukunft Verbesserungen für die Kinder und ihre Gemeinschaft erreicht werden können.

Herzlichen Dank an alle Spender und Paten, die diese Fortschritte mitgetragen haben und den Kindern eine chancenreichere Zukunft ermöglichen!

 

Patenschaft

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Mit der Übernahme einer Kinder- oder Projektpatenschaft schenken Sie in Armut lebenden Kindern grundlegende Dinge wie genug zu Essen, Trinkwasser, Bildung, Schutz und Geborgenheit. Pate werden, Zukunft schenken!

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Im Katastrophenfall ist schnelle Hilfe überlebenswichtig. Nach der akuten Soforthilfe helfen wir Kindern und ihren Familien, ihre Not nachhaltig zu überwinden, Zerstörtes wieder aufzubauen und neuen Krisen vorzubeugen.

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