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Was ist El Niño?

El Niño (was übersetzt so viel heißt wie "das Christkind") ist ein Phänomen, dass das Wetter im gesamten Pazifikraum in unregelmäßigen Abständen beeinflusst. Der Name ist vom Zeitpunkt des Auftretens abgeleitet, nämlich zur Weihnachtszeit. Er stammt von peruanischen Fischern, die den Effekt aufgrund der dadurch ausbleibenden Fischschwärme wirtschaftlich zu spüren bekommen.

Alle paar Jahre wird das Klima von El Niño auf den Kopf gestellt:
Die Passatwinde, die normalerweise das warme Oberflächenwasser des Pazifiks vom Osten Lateinamerikas in Richtung Asien und Australien treiben, lassen nach oder ändern sogar die Richtung. Die Wolken und damit der Regen ziehen stattdessen in Richtung des amerikanischen Kontinents. Dort kommt es in diesem Zusammenhang zu Überschwemmungen, weil der Boden die enormen Wassermassen nicht aufnehmen kann. Davon betroffen sind besonders die Länder westlich der Anden bis hin zu Kalifornien im Süden der USA. Das Wasser, das sich nun über dem amerikanischen Kontinent ergießt, fehlt in den westlichen Pazifikregionen wie Australien und Südostasien, aber auch in Südostafrika. Dort kommt es zu langen Dürreperioden, die zu extremen Ernteausfällen und Waldbränden führen.
Für 2016 erwarten Experten eine besonders starke Ausprägung von El Niño, der durch die Folgen des Klimawandels verstärkt wird.

Dürre am Horn von Afrika: Sandsturm, Wüste, Dürre (Quelle: Roller, Dietmar)
Das Wetterphänomen El Niño hat Auswirkungen auf das Wetter im gesamten Pazifikraum und in Südostafrika. Hier verursacht es extreme Dürre. Quelle: Dietmar Roller