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Selbst noch Kind werden viele Mädchen in Sambia ungewollt Mutter (Foto: Kindernothilfepartner)

Schutz vor Frühverheiratung und Missbrauch

Zwar dürfen nach formalem Recht Frauen erst ab 21 heiraten, nach traditionellem Recht jedoch schon in der Pubertät. Oft bringt die Armut Eltern dazu, ihre Töchter von der Schule zu nehmen und sie älteren Männern gegen Zahlung von "Lobola" (Mitgift) anzubieten, wenn es eine Dürre gibt oder das Einkommen im Haus nicht ausreicht. Während der Chisungu- Zeremonie werden Mädchen für bis zu 3 Monate eingesperrt, während sie ein Trainingsprogramm durchlaufen, um zu lernen, wie man den Haushalt führt und sich um Männer kümmert. Bei der Entlassung aus den Initiationsheimen werden sie schon von heiratswilligen Männern erwartet und unabhängig vom Alter für die Ehe bereit gemac

Wie in vielen Ländern der Welt sind in Sambia Frühverheiratungen von erst elf- oder zwölfjährigen Mädchen traurige Realität. Der südafrikanische Binnenstaat hat eine der höchsten Raten an Frühehen zu verzeichnen: Ein Drittel der Mädchen wird oft weit vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Neben extremer Armut sind fehlende Aufklärung, Missbrauch und diskriminierende kulturelle Praktiken wie die Chisungu-Zeremonie Ursachen für diese Frühehen.

Die Folgen für die Mädchen sind meist schwerwiegend: sie verlieren nicht nur ihre Kindheit und die Chance auf Bildung, oft kommt eine ungeplante Schwangerschaft hinzu, die sowohl für die jungen Mütter als auch für die Neugeborenen ein Risiko darstellt. Da ihr Köper noch nicht fertig entwickelt ist, kommt es häufig zu Komplikationen und so ist die Kinder- und Müttersterblichkeit vor allem in den Elendsvierteln Sambias besonders hoch.

Besonders in ärmeren ländlichen Gebieten ist die Zahl der Schulabbrüche aufgrund von Frühehen und ungeplanten Teenager-Schwangerschaften hoch. Aktuell kehren nur etwa die Hälfte der Mädchen nach der Entbindung in die Schule zurück und setzen ihre Ausbildung fort.

Bildung als Ausweg aus dem Teufelskreis

Frühverheiratung und Teenagerschwangerschaften sind in Sambia traurige Realität. (Foto: Kindenothilfepartner)

Verlorene Kindheit. (Foto: Kindenothilfepartner)

Die Frühverheiratung von Minderjährigen ist eine gravierende Kinderrechtsverletzung, die Millionen Mädchen zwingt, die Schule vorzeitig zu verlassen. Dabei ist Bildung ein entscheidender Schlüssel, um den Kreislauf von Armut und Frühverheiratung zu durchbrechen.

Hier setzt ein Projekt der Kindernothilfe an: In den Provinzen Chisamba, Chibombo und Kabwe, die besonders hohe Raten an Kinderehen aufweisen, helfen wir mehr als 6.000 Kindern zwischen 12 und 18 Jahren, die dem Risiko einer Frühehe ausgesetzt sind oder bereits zur Ehe gezwungen wurden.

Dazu arbeiten wir mit nationalen Behörden, traditionellen Führern und Schulen zusammen. Gemeinsam entwickeln wir Lösungen, um die Regierung im Kampf gegen Kinderehen und -schwangerschaften zu unterstützen und Schulabbrüche zu reduzieren.

Kinderrechte-Clubs

In Kinderrechte-Clubs klären wir Teenager über ihre Rechte sowie über die Prävention von Schwangerschaften, HIV und Kinderheirat auf und ermutigen sie, ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen. Wir sorgen für ausreichende sanitäre Anlagen in den Schulen und lehren die Herstellung von wiederverwendbaren Tampons, so dass die Mädchen auch während ihrer Periode die Schule besuchen können.

Aufklärungsarbeit

Mit Tür-zu-Tür-Aktionen und Informationsveranstaltungen schärfen wir im Projektgebiet das Bewusstsein für Kinderehen. Familien, die in extremer Armut leben, werden wirtschaftlich unterstützt, damit ihre Kinder vor Frühverheiratung geschützt werden und regelmäßig die Schule besuchen können. Mädchen, die ungewollt schwanger geworden oder Opfer von Frühverheiratung oder Missbrauch geworden sind, helfen wir bei der Reintegration. Durch Life Skills Trainings, die Vermittlung von staatlichen Hilfen und direkte wirtschaftliche Unterstützung in Form von Saatgut sowie Zuchttieren können die Mädchen ihre Schulbildung finanzieren und sich eine neue Zukunft aufbauen.

 

Projekt 61612

Schützen auch Sie Kinder in Sambia vor Frühverheiratung und Missbrauch!


Ja, ich möchte das Projekt „Schutz vor Frühverheiratung und Missbrauch“ in Sambia unterstützen mit:

kostet die Erstellung von 100 Informationspostern zum Thema Frühverheiratung

ermöglichen die Versorgung von vier Haushalten mit Gemüsesaatgut

ermöglichen 1 Monat Tür-zu-Tür-Aufklärungsarbeit

Ich spende einen anderen Betrag.

Meine Spende beträgt: 0 €