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Aktuelle Zahlen aus unserem Projekt im Libanon

Der Libanon hat nach Jordanien und der Türkei die meisten der über vier Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen, wo der Bürgerkrieg im nunmehr fünften Jahr tobt. Die Vereinten Nationen zählen knapp 1,5 Millionen Syrer in dem kleinen Land, inoffiziell ist von bis zu zwei Millionen die Rede. Dabei hat der Libanon, Land der Berge und Zedern, selbst nur 3,5 Millionen Einwohner. Etwa jeder zweite Bewohner des Libanon ist inzwischen also ein Syrer, die meisten von ihnen sind Kinder.

Das Land leidet noch an den Folgen des eigenen Bürgerkriegs, es gibt keine Unterstützung für die Flüchtlinge, keine Unterkünfte. Arbeit gibt es wenig, die Preise steigen, die Löhne sinken, die Touristen bleiben aus - eine trostlose Situation. Von den Hunderttausenden syrischen Flüchtlingskindern im Land hat nur ein Bruchteil Zugang zu Bildung - ein Nachteil, den sie für den Rest ihres Lebens mit sich tragen werden.

Hier setzt die Kindernothilfe gemeinsam mit ihrem lokalen Partner AMURT einen Schwerpunkt: Von Juli bis November 2015 konnten 240 syrische Flüchtlingskinder im Kinderschutzzentrum aufgenommen werden und erhielten dort Unterricht in Lesen und Schreiben und eine Vorbereitung auf die Eingliederung ins libanesische Schulsystem. 45 schwer traumatisierte Kinder erhielten im selben Zeitraum psychologische Betreuung und Traumaarbeit. 400 Kinder wurden zudem in staatlichen Schulen im Libanon eingeschult, mit den nötigen Schuluniformen und Lehrbüchern ausgestattet und - wenn nötig - mit Schulbussen in die Schulen gebracht.

Ebenfalls von Juli bis November 2015 erhielten 167 besonders bedürftige Familien ein Notfallbudget von 100 Dollar, um dringend Benötigtes - wie Nahrung, Kleidung oder ärztliche Hilfe - bezahlen zu können. Weitere 150 solcher Haushalte sollen auch in den kommenden Monaten ein derartiges Notfallbudget erhalten.

Einen weiteren Schwerpunkt setzen die Kindernothilfe und AMURT auch auf Beratung und Trainings, die Frauen und Kindern helfen sollen, sich in den oft überfüllten Flüchtlingsherbergen und Massenlagern vor Übergriffen zu schützen. 2016 sollen so insgesamt 1.500 besonders schutzbedürftige Familien erreicht werden. 125 Frauen werden heuer zudem eine Berufsausbildung erhalten, damit sie durch neue Kenntnisse - etwa in Nähen oder Stricken - ein Einkommen erzielen können.

Frau hilft Mädchen aus dem Bus (Quelle: stephen davies)
Syrische Flüchtlingskinder werden mit Bussen ins Kindernothilfe-Schutzzentrum gebracht - und dort liebevoll betreut.