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Auch für die Kinder scheint es keinen Ausweg aus dem Ausbeutung- und Abhängigkeitssystem der Teeplantagen zu geben. (Foto: Bastian Strauch)

Bildung statt Teepflücken

Seit Generationen kennen die Familien auf den Teeplantagen im Hochland von Sri Lanka nur ein Leben voller Abhängigkeit, Fremdbestimmung und Ausbeutung. Auch die Kinder haben kaum eine Chance, der „grünen Hölle“ zu entkommen, sondern müssen statt zur Schule zu gehen auf den Feldern arbeiten. Im Patenschaftsprojekt wird den Kindern u.a. Bildung vermittelt und geholfen, ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Ausbeutung seit Generationen

Im 19. Jahrhundert kamen die Vorfahren der Familien, die heute auf den Teeplantagen leben und arbeiten, aus Südindien ins zentrale Hochland Sri Lankas. Auf der Suche nach einem besseren Leben hofften sie, Elend und Hunger entkommen zu können. Sie wurden jedoch als billige Arbeitskräfte ausgebeutet, was über die folgenden Generationen fortgesetzt wurde. Bis heute sind die sogenannten „Indian Tamils“ Diskriminierung ausgesetzt.

Die Teepflückerfamilien leben inmitten der Plantagen in engen Baracken mit Wellblechdächern, abgeschnitten vom Rest der Welt. Verbindungen zur Bevölkerung außerhalb der Plantagen gibt es kaum. Die wenigsten Familien haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, für ihre Arbeit als Teepflücker bekommen sie lediglich einen Hungerlohn. Anders als die Menschen in den umliegenden Dörfern sind nicht die staatlichen Behörden für ihre sozialen Anliegen zuständig, denn die Plantagenleiter haben ihre eigenen Systeme. Die „Indian Tamils“ sind die ärmste Bevölkerungsgruppe in Sri Lanka, über ein Drittel lebt unter der Armutsgrenze.

Eine Zukunft als Teepflücker scheint vorbestimmt

Auch die Kinder haben kaum Chancen, einmal ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es gibt auf den Plantagen lediglich Volksschulen. Bücher und Lernmaterialien sind von minderer Qualität, die wenigen Lehrer sind schlecht ausgebildet. Die meisten Mädchen und Buben brechen früh die Schule ab und versuchen Geld zu verdienen. Viele von ihnen treiben die Armut und Hoffnungslosigkeit in die größeren Städte. Die dortige Arbeit in privaten Haushalten oder Fabriken entpuppt sich meist als Albtraum, denn auch dort wird Ausgebeutet. Die schwierige Situation der Familien auf den Teeplantagen führt zu enormen sozialen Problemen. Die Familien werden in ihrer Not alleingelassen, ihre Verzweiflung und Ausweglosigkeit führen nicht selten zu innerfamiliären Problemen.

Flucht aus dem grünen Käfig (Quelle: Bastian Strauch)
Bildung als Ausweg aus Armut und Hoffnungslosigkeit.

Das Projekt

Die Kindernothilfe arbeitet mit der lokalen Organisation Eksath Lanka Welfare Foundation (ELWF) zusammen. ELWF konnte durch die bisherige Arbeit Vertrauen zu den Teepflückerfamilien aufbauen. Die Projektarbeit wird in sieben Divisionen der Teeplantage in Nuwara Eliya durchgeführt und erreicht unmittelbar 350 Kinder und ihre Familien. Darüber hinaus profitieren bis zu 7500 Menschen von den Aktivitäten.

Schule lehrt, über den Horizont der Plantagen zu blicken

Kinder, die die Schule abbrechen mussten, erhalten Zusatzunterricht und werden auf eine Rückführung an die staatliche Schule vorbereitet. Arbeitende Kinder werden nach Möglichkeit an berufliche Ausbildungsstätten vermittelt. Denn nur wenn die Kinder früh darin unterstützt werden, ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben aufzubauen, können sie der Armut entkommen. In vier Gemeinschaftszentren können sich die Mädchen und Buben regelmäßig treffen, spielen und lernen. Kinder und Eltern werden über die schwerwiegenden Folgen von Kinderarbeit aufgeklärt.

Alle lernen ihre Rechte kennen

In Kinderclubs lernen die Kinder über ihre Rechte, werden in sozialen Kompetenzen und lebenspraktischen Fragen geschult, können Veranstaltungen mitgestalten und Feste feiern. Sie lernen Konfliktbewältigungsstrategien, um der Gewalt in den Familien und in der Gemeinschaft langfristig entgegenzuwirken. Der Kindernothilfepartner arbeitet auch eng mit den Behörden zusammen, um u.a. Verbesserungen im Umgang mit den Teekonzernen zu erreichen. In Selbsthilfegruppen werden vor allem Frauen gestärkt. Sie lernen, Fragen ihres persönlichen Lebens anzusprechen und an Entscheidungen in der Gemeinschaft teilzuhaben. Wichtige Schulungen über Gewaltprävention werden organisiert.

Projekt 24701

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