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Brasilien

Brasilien

Ungleichheit in die Wiege gelegt

Brasilien ist von großen Unterschieden zwischen Arm und Reich geprägt. Arm ist insbesondere die Bevölkerung auf dem Land und die in den Favelas der Städte: Es fehlt der Zugang zu Bildung, Wasser, gesunder Ernährung und angemessener Gesundheitsvorsorge. Kinder leiden vor allem, denn sie sind besonders von Mangelernährung im Frühkindesalter und Vernachlässigung betroffen. Eine gute Entwicklung ist dadurch nicht gegeben.

Mit Hilfe von kinderrechtsbasierten Programmen und Projekten leisten wir einen Beitrag zur Armutsbekämpfung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Schutz- und Präventionsprogrammen zur Reduzierung von Gewalt in Familie und Gemeinde sowie auf sexueller Gewalt sowie Ausbeutung. Darüber hinaus gibt es konkrete Programme und Projekte zur ländlichen Gemeinwesenentwicklung, unter besonderer Berücksichtigung von Bildung.

Die Herausforderungen

In Brasilien ist die extreme Ungleichheit ein großes Problem. Eine kleine, reiche Oberschicht steht einer zahlenmäßig sehr großen Unterschicht gegenüber. Die Einkommensverteilung ist äußerst ungleich: Die Hälfte des brasilianischen Volksvermögens gehört gerade einmal einem Zehntel der Bevölkerung, während die Ärmsten nicht einmal ein Hundertstel des Volksvermögens besitzen.

Um der Armut zu entfliehen, zieht es viele Brasilianer vom Land in die Städte. Dies bewirkt jedoch ein Anwachsen der Favelas, der Armutsviertel. Gewalt, Arbeitslosigkeit, Mangelernährung, Kinderarbeit, Prostitution und Drogenkonsum prägen das Leben in den Favelas. Viele Familien haben kein regelmäßiges Einkommen, sie sind auf Gelegenheitsjobs angewiesen, um die notwendigsten Ausgaben für das alltägliche Leben bestreiten zu können.

In Brasilien gibt es eine offizielle Schulpflicht, viele Kinder besuchen die Schule jedoch nicht oder nur unregelmäßig. Gründe für einen Abbruch sind vielfältig: Betreuung der Geschwister zu Hause, Kinder müssen zum Familieneinkommen beitragen, bauliche und fachliche Mängel der Schulen. Viele öffentliche weiterführende Schulen und Unis haben einen besseren Ruf als private, die Plätze sind jedoch begrenzt und die Anforderungen an das Auswahlverfahren hoch.

Die sexuelle Ausbeutung von Kindern, die in die Prostitution gedrängt werden, ist ein wachsendes Problem. Häufig sind es bereits die Mütter, die sich mangels Alternativen prostituieren müssen. Dies steigert die Infektionen mit HIV/Aids. Aufgrund der steigenden Rate gibt es zunehmend viele Aidswaisen, viele Kinder sind mit dem Virus infiziert und werden diskriminiert.

Für Kinder mit Behinderungen ist es in Brasilien schwer: Förderschulen gibt es keine, und viele Eltern schämen sich für ihre Kinder. Sie werden versteckt und erhalten dadurch keine angemessene Förderung, um am Leben teilzuhaben.

Projekt 94552

Lernen fürs Leben

Kindern und ihren Familien im Hinterland von Bahia wird geholfen. Die Armut wird gemeinsam bekämpft, damit eine Zukunft in den Dörfern möglich ist.

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