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Zwei Mädchen aus Guatemala. (Foto: Jürgen Schübelin)

Gemeinsam für eine friedliche Zukunft

In den Gemeinden El Tejar, San Andrés Itzapa und Parramos im Hochland nahe Chimaltenango bestimmt der Kampf ums Überleben den Alltag der Familien. Viele Kinder sind täglich Gewalt ausgesetzt. Die Täter, die meist straffrei davonkommen, sind oft in der Familie selbst zu finden. Auch die Schulen bieten keinen Schutz vor den emotionalen und physischen Übergriffen. Im Projekt der Kindernothilfe wird gemeinsam an einem friedlichen Zusammenleben in allen Lebensbereichen gearbeitet.

Die Wurzeln der Gewalt

Drückende Armut, die brutale Bürgerkriegsvergangenheit, weit verbreiteter Drogenhandel und eine der höchsten Mordraten weltweit sind traurige Realität in Guatemala. Die weitgehende Straflosigkeit bei Gewaltdelikten lässt Täter meist ungeschoren davonkommen und schüchtert die Opfer ein. Für die Eltern steht der tägliche Kampf ums Überleben im Mittelpunkt ihres Daseins. Sie verfügen über einen sehr niedrigen Bildungsgrad, keine berufliche Ausbildung und sind oftmals arbeitslos. Viele Kinder werden vernachlässigt. Ein liebevolles Zuhause, in dem miteinander geredet, gespielt und gelacht wird, ist den meisten fremd. Stattdessen werden auf Gewalt basierende Erziehungspraktiken von Generation zu Generation weitergegeben. Traumatisierungen und daraus resultierende Lernschwierigkeiten sind die gravierenden Folgen.

Das schwierige familiäre Umfeld spiegelt sich in der Schule im rücksichtlosen Umgang unter den Schülern wider. Die oft hilflosen Lehrer sind nicht entsprechend ausgebildet. Sie sind mit den Kindern überfordert und oft nicht in der Lage, ihnen ein friedvolles Miteinander vorzuleben. Bei starker Überforderung scheinen teilweise selbst nur noch gewalttätige Erziehungsmethoden zu helfen.

Zwar verfügt Guatemala über rechtliche Rahmenbedingungen zum Schutz von Kindern – etwa ein Kinder- und Jugendschutzgesetz – fehlender politischer Wille führt jedoch dazu, dass formale Kinderrechte in der Realität nicht umgesetzt werden.

Fehlende sinnvollen Freizeitangebote für Kinder, die Potenziale fördern und Raum zur Entfaltung geben könnten, verstärken die Frustration unter den Mädchen und Buben zusätzlich.

Ein friedliches Zusammenleben durch Gewaltvermeidung

Durch Gewaltprävention und Förderung von Schutzmechanismen soll ein friedliches Miteinander ermöglicht werden. Die Kinder und Jugendlichen sollen in ihrer Familie, der Schule und der Gemeinde vor emotionaler und physischer Gewalt jeglicher Art geschützt werden. Auch der Gewalt unter den Kindern selbst wird entgegengewirkt.

Schulkinder in Guatemala. Foto: Michaela Dacken
Das Leben der Kinder soll in Zukunft gewaltfrei sein. (Foto: Michaela Dacken)

Die Projektmitarbeiter binden 900 Schüler sowie 300 Kinder, die nicht über die Schulen erreicht werden können, in die Aktivitäten ein. Darüber hinaus wird mit 50 Lehrern, 300 Eltern und 80 Gemeindevertretern zusammengearbeitet. Sie alle beteiligen sich aktiv an der Planung und Umsetzung des Projekts. Nur durch eine starke Verankerung in den Köpfen aller Beteiligten können erreichte Verbesserungen nachhaltig in die Zukunft getragen werden.

Besonderes Augenmerk liegt auf Gewaltvermeidung und Intervention im akuten Notfall. Eltern lernen über Gewalt und die schlimmen Folgen für ihre Kinder und über die Alternativen einer liebevollen und respektvollen Erziehung.

In den Schulen finden Fortbildungen zum Thema Gewalt und Gewaltprävention statt. Dabei werden Schüler, Lehrer und Eltern miteinbezogen. Schulinterne Kindesschutzmaßnahmen werden erarbeitet. Der Einsatz von Mediatoren zur friedlichen Lösung von Konflikten stellt ein vielversprechendes Mittel dar. Auch die Schüler werden in Konfliktlösung und -schlichtung geschult.

Durch Theater, Musik und andere künstlerische Aktivitäten lernen die Kinder, ihre Meinung zu äußern und ihre Interessen zu vertreten – im Umgang mit Eltern, anderen Erwachsen und staatlichen Stellen. Bei HipHop sowie Fußball- und Basketballturnieren können sich die Kinder aktiv einbringen und sinnvoll untereinander messen.

Die Stärkung der Gemeindenetzwerke, die sich dem Schutz von Kindern widmen, wird unterstützt. Staatliche Institutionen werden bezüglich der Wahrnehmung ihrer Pflichten überprüft.

Projekt 80040

  • Begleiten Sie ein Kind in eine friedliche Zukunft - mit Ihrer Kinderpatenschaft mit Kindbericht

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    Eine Kinderpatenschaft ist eine ganz besondere Art zu helfen und die Welt mit nur 1 Euro pro Tag zu verändern! Als Kinderpate helfen Sie, grundlegende Bedürfnisse wie Ernährung, Gesundheit und Bildung  zu sichern und einem Kind neue Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen!

    Das Besondere: Die Familie und das Umfeld des Kindes sind immer eingebunden. Nur so schafft eine Kinderpatenschaft nachhaltige Veränderungen.

    Diese Kinderpatenschaft ist eine Patenschaft mit Kindbericht.

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    • Ein Foto Ihres Patenkindes

    • Informationen über das Kind und das Kindernothilfe-Projekt, in dem es aufwächst

    • Einen jährlichen Bericht über die Entwicklung Ihres Patenkindes

    • Einen Jahresbericht über die Fortschritte im Projekt

    • Dreimal pro Jahr kostenlos das Kindernothilfe-Magazin

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Ja, ich möchte das Projekt „Guatemala: Friedliche Zukunft“ in Guatemala unterstützen mit:

ermöglichen Lernunterlagen für 15 Workshops für Kinder, Eltern und Lehrer zum Thema Gewaltprävention

für Bälle und andere Spielsachen, mit denen sich Kinder sinnvoll beschäftigen können

finanzieren einen Theater- und musikkurs für die Kinder

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Meine Spende beträgt: 0 €